idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
1000. idw-Mitglied!
1000 Mitglieder
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
03.11.2017 11:56

„Wissensdialog Nordschwarzwald“ zieht Bilanz

Rudolf-Werner Dreier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Forschungsprojekt hat die Entwicklung des ersten Nationalparks in Baden-Württemberg über drei Jahre hinweg begleitet

    Wissenschaft, Praxisinstitutionen und lokale Bevölkerung bringen die zukünftige Entwicklung der Region gemeinsam voran: Mit diesem Ziel hat das Forschungsprojekt „Wissensdialog Nordschwarzwald“ den ersten Nationalpark in Baden-Württemberg über drei Jahre hinweg begleitet. Projektleiterin Prof. Dr. Barbara Koch von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg berichtet von einem positiven Entwicklungsprozess sowie Lerneffekten bei allen Beteiligten: „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben neue Einsichten darüber gewonnen, wie sie Akteurinnen und Akteure aus der Praxis sowie Bürgerinnen und Bürger in den Forschungsprozess einbeziehen können. Gemeinsam ist die Erkenntnis gewachsen, dass Nachhaltigkeit ein Fortschrittsmacher sein kann – und nicht das Bremsthema, als das es vielfach wahrgenommen wird.“ Als besonders erfolgreiches Dialogformat bezeichnet sie die „Wissensmesse“, bei der die Wissenschaftler ihre Forschungsfragen gemeinsam mit lokalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft konkretisierten.

    Bei der Abschlussveranstaltung am 10. November 2017, 15.30 bis 19 Uhr im Rosensaal, Rosenplatz 1, 72270 Baiersbronn, berichten die verschiedenen Forschungsteams von Verlauf und Ergebnissen ihrer Projekte. Im Gespräch mit den beteiligten Praktikerinnen und Praktikern sowie dem Publikum loten sie aus, wie die Ergebnisse sinnvoll in die regionale Entwicklung einfließen können. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutieren zudem, welchen Beitrag wissenschaftliche Institutionen zukünftig für die weitere Entwicklung der Region leisten können. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist kostenlos, um Anmeldung unter info@wissensdialog-nordschwarzwald.de wird gebeten.

    Die beteiligten Forscherinnen und Forscher haben in den zurückliegenden drei Jahren eine breite Themenpalette bearbeitet. Sie gaben Impulse für die natürliche Waldentwicklung in bisherigen Kulturwäldern, erforschten die Ausbreitungsdynamik des Borkenkäfers, entwickelten Ideen für Produkte und Kooperationen im Gesundheitstourismus und beleuchteten Ansätze wie Carsharing oder Gemeinschaftsverkehr, mit denen sich die Mobilität im ländlichen Raum erhöhen lässt. Zudem untersuchten sie, wie Menschen in der Region die Flächen in den vergangenen Jahrhunderten land- und forstwirtschaftlich nutzten, wie sie einheimische Wildtiere wahrnehmen und wie sie ihr Wissen, über das sie aus ihrer Arbeit auf dem Hof, im Wald oder durch eigene Naturbeobachtungen verfügen, an die nächste Generation weitergeben. Die Veröffentlichung des Abschlussbands ist für Frühjahr 2018 vorgesehen.

    Partner im „Wissensdialog Nordschwarzwald“ sind die Universität Freiburg, die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, das Öko-Institut, der Nationalpark Schwarzwald der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und das Beratungsunternehmen Evoco GmbH. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg hat das Projekt mit 960.000 Euro gefördert.
    www.wissensdialog-nordschwarzwald.de

    Kontakt:
    Dr. Regina Rhodius
    Geschäftsführerin
    Wissensdialog Nordschwarzwald
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Tel.: 0761/203-67657
    E-Mail: info@wissensdialog-nordschwarzwald.de


    Weitere Informationen:

    https://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2017/201ewissensdialog-nordschwarzwald201c-zie...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Meer / Klima, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Informationen zum Anfassen: Exkursion im Juni 2016 zum Thema Borkenkäfer. Foto: Maria Suarez


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).