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11.07.2018 11:33

Erfolgsstrategie: Universität Leipzig veröffentlicht Hochschulentwicklungsplan 2025

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Stabsstelle Universitätskommunikation/Medienredaktion
Universität Leipzig

    Die Universität Leipzig möchte ihre Erfolgsgeschichte in einem dynamischen Prozess fortschreiben und ihre Besonderheiten noch deutlicher nutzen und greifbar machen. Ihre Pläne in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer skizziert sie in ihrem neuen Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2025, den sie beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) eingereicht hat.

    "Wir wollen noch internationaler werden, unsere Forschungsexzellenz systematisch vorantreiben auf eine Weise, die wir den 'Leipziger Weg' genannt haben, und wir wollen die hohe Qualität in der Lehre in unseren vielen Fächern nachhaltig sichern", sagt Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking. Darüber hinaus wachse die Bedeutung des Themas Transfer von Wissen in die Wirtschaft und die Gesellschaft. "Die sogenannte Third Mission ist für unsere Universität gelebte Praxis und wird mit dem HEP zum Programm. Wir werden zum Beispiel analog zu unserem Transfer-Büro für die Lebenswissenschaften auch eines für die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften etablieren." Auch die weitere Digitalisierung der Hochschule sei ein wichtiges Thema.

    Beim "Leipziger Weg" geht es in erster Linie um einen Zyklus, in dem Forschungsexzellenz zu gesellschaftlich relevanten Themen gezielt gefördert wird. "Wir wollen systematisch zukunftsträchtige Forschungsfelder identifizieren, die entsprechenden Themen weiterentwickeln, Akteure zusammenführen und passende Verbundprojekte einwerben", erläutert Beate Schücking. "Die Projekte können dann zu interdisziplinären Forschungsnetzwerken weiterentwickelt oder sogar zu einem international sichtbaren und konkurrenzfähigen sogenannten 'integrative Center' ausgebaut werden."

    Blaupause für ein solches "iCenter" könne das bereits erfolgreich etablierte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sein. IDiv ist ein Forschungszentrum der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das die drei Universitäten Halle, Jena und Leipzig gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung- UFZ betreiben. "Für uns sind als nächstes Zentren zur Adipositas- und zur Globalisierungsforschung denkbar", sagt Schücking. Ein erster Schritt sei gemacht: "Wir haben im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder einen Vollantrag für ein Exzellenzcluster 'Adipositas verstehen' eingereicht und hoffen natürlich auf den Zuschlag."

    Insgesamt habe sich die von Fächervielfalt und Forschungsstärke geprägte, weltoffene Universität mit dem neuen, rund 50 Seiten starken Hochschulentwicklungsplan selbst einen wesentlichen Meilenstein gesetzt. "Unser HEP zeigt, wo wir 2025 stehen könnten, mit Innovationen in allen Bereichen. Wir haben den Plan in der Universität mit breiter Beteiligung erarbeitet und machen uns auf zu einer ehrgeizigen Weiterentwicklung", erklärt die Rektorin. "Erfolgsnachrichten wie unser Abschneiden im jüngsten DFG-Förderatlas stimmen mich optimistisch, dass wir viel erreichen können."

    Im Bereich Lehre und Studium will die Universität bis 2025 nur noch in akkreditierte grundständige Bachelor- und Masterstudiengänge immatrikulieren, die ein internes Qualitätsmanagement durchlaufen haben. Die Studieninhalte sollen internationaler und interdisziplinärer gestaltet, Lehre mit digitalen Werkzeugen gestärkt und mithilfe hochschuldidaktischer Angebote neue Lehrformate entwickelt werden. Mit speziellen Programmen will die Hochschule die Studienerfolgsquote weiter erhöhen und Auslandsaufenthalte der Studierenden gezielt fördern.



    Die 1409 gegründete Universität Leipzig gehört zu den ältesten Europas. Als weltoffene, moderne Volluniversität strebt sie einen führenden Rang unter den deutschen Universitäten an. Heute gehört sie als Mitglied im Verbund der German U15 zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Die 14 Fakultäten mit über 130 Instituten und Zentren sowie die 17 Zentralen Einrichtungen der UL setzen auf fächer- und fakultätsübergreifende sowie internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre und auf Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft.

    An der Universität Leipzig forschen und lehren über 450 Professoreninnen und Professoren sowie mehr als 2.800 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigt die Hochschule rund 5.300 Personen.

    Mit über 150 Studiengängen von A wie Afrikastudien bis Z wie Zahnmedizin bietet die Universität eine in Sachsen einmalige Fächervielfalt, die sie zur nachgefragtesten Hochschule im Freistaat macht. Derzeit sind über 30.000 Studierende immatrikuliert - mehr als 7.000 junge Menschen beginnen jährlich ein Studium.

    In der Lehre profiliert sich die Universität als Sachsens Zentrum für Fächer der staatlichen Daseinsvorsorge (Rechtswissenschaft, Medizin, Lehramt, Pharmazie). Ihr Forschungsprofil hat sie in den zurückliegenden Jahren geschärft und in den drei strategischen Forschungsfeldern "Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt", "Intelligente Methoden und Materialien" sowie "Nachhaltige Grundlagen für Leben und Gesundheit" gebündelt.


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-leipzig.de/+hep Hochschulentwicklungsplan 2025 der Universität Leipzig (PDF-Dokument)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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