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06.12.2018 14:47

Besser nicht morgens tanken

Dr. Dirk Frank Public Relations und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Die Ökonomen Sascha Wilhelm und Steffen Eibelshäuser haben das Rätsel der schwankenden Spritpreise gelöst. Bericht im neuen UniReport.

    FRANKFURT. (Zu) hohe Spritpreise gehören bekanntlich zu den Lieblingsthemen der Autofahrer. Vor allem die Preiszyklen im Laufe eines Tages sind vielen ein Dorn im Auge. Wie es zu diesem eigenwilligen Auf und Ab der Spritpreise kommt, haben die Frankfurter Ökonomen Sascha Wilhelm und Steffen Eibelshäuser auf Grundlage spieltheoretischer Ansätze erforscht. Das Ergebnis: Demnach unterbieten sich Tankstellen im Laufe eines Tages immer schneller, bis die Preise so tief im Keller sind, dass einer der Anbieter wieder mit dem Preis hochgeht – die anderen ziehen dann nach. „Der Vorwurf, dass im Bereich der Spritpreise kein richtiger Wettbewerb herrsche und stattdessen Preisabsprachen getroffen würden, stimmt so nicht“, betont Steffen Eibelshäuser. Ihre Empfehlung lautet: Lieber nicht am frühen Morgen tanken; stattdessen wäre ein Besuch der Tankstelle am Mittag, kurz vor dem üblichen Preisanstieg, ein günstiger Moment. Weitere Erkenntnisse ihrer Forschung finden sich in der aktuellen Ausgabe des UniReport.

    Wie Gesellschaft und Wirtschaft zusammenhängen, erforscht die Politologin Prof. Cornelia Woll. Die neue Alfred-Grosser-Gastprofessorin für Bürgergesellschaftsforschung forscht und lehrt an der Université Sciences Po in Paris. Ihr geht es um Wirtschaft als Objekt – diese analysiert sie aus sozialwissenschaftlicher Perspektive: „Man kann ökonomische Entwicklung nicht verstehen, wenn man nicht hinterfragt, wer dort überhaupt wirtschaftet und Entscheidungen fällen muss – Personen, Staaten, Unternehmen -, und auf welchem Niveau diese Prozesse beeinflusst und gesteuert werden – lokal, national, international“, betont Cornelia Woll im Interview mit dem UniReport. Wolls öffentlicher Vortrag zum Thema „Der Staat und die Banken im krisengeprüften Europa“ findet am 21. Januar um 19.00 Uhr im Hörsaalzentrum des Campus Westend statt.

    Die weiteren Themen im aktuellen UniReport:

    • Speak Out: Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte Dr. Anja Wolde und der Vizepräsident Prof. Rolf van Dick über die Kampagne „laut*stark sexualisierter Diskriminierung und Gewalt entgegentreten“.
    • Experten für Krieg und Frieden: Der Masterstudiengang „Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung“ bietet durch Kooperationen mit der TU Darmstadt und der HSFK ein besonders breites Spektrum.
    • Sprechend die Sprache entdecken: Ein Förderprojekt mit Studierenden unterstützt Kindergarten- und Grundschulkinder beim Deutschlernen.
    • Fragiler Lebensraum Stadt: Die Biologin Madlen Ziege sieht Anzeichen für einen Schwund der Wildkaninchen-Population in Frankfurt.
    • Zu Gast an der Goethe-Universität: Die mexikanische Biomedizinerin Dr. Angélica Zepeda forscht über die neuronale Rehabilitationsfähigkeit des Gehirns.
    • Stolpersteine erinnern an Hugo Sinzheimer und seine Familie: Nachfahren des bedeutenden Arbeitsrechtlers besuchten den Campus Westend.
    • Die Auseinandersetzung mit Auschwitz begann nicht erst 68: Nachbericht zum Diskussionsabend der Bürgeruniversität zum Umgang der Protestgeneration mit den Verbrechen des Nationalsozialismus.
    • Ein Herz für „Junge Weltbürger“: Mit ihrer Stiftung unterstützt Verena von Tresckow-Bronke das Uni-Projekt „Start ins Deutsche“.
    • ERASMUS fürs Inland: Das Programm PONS bietet Studierenden einen Studienortwechsel in Deutschland; das Fach Gender Studies ist daran beteiligt.

    Der UniReport 6/2018 steht zum kostenlosen Download bereit unter http://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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