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22.01.2019 11:33

Im Alter anders?

Dr. Anke Sauter Public Relations und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Was gilt im Alter als „normal“? Und wer verhält sich als alternder Mensch abweichend von den gesellschaftlichen Erwartungen? Um diese Frage geht es bei der Frühjahrstagung der Sektion Alter(n) und Gesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, die in Kooperation mit der Goethe-Universität stattfindet.

    Die Menschen leben immer länger, und die Lebensphase Alter wird immer vielfältiger in ihren Erscheinungsformen. Damit wandeln sich auch die Vorstellungen, die wir vom Alter und vom Altwerden haben: Wer und was im Alter als „normal“ oder „abweichend“ gilt, ist nicht mehr so streng festgelegt. Dies betrifft so unterschiedliche Phänomene wie Homosexualität, Straffälligkeit oder Krankheit: Ältere homosexuelle Menschen sind heute weit weniger stigmatisiert als früher. Hingegen trägt die immer häufiger gestellte Diagnose „Frühdemenz“ dazu bei, dass immer mehr ältere Menschen wegen einer ‚normalen‘ altersbedingten Vergesslichkeit stigmatisiert werden.

    Bei der Tagung unter dem Titel „Im Alter anders? Zur Bedeutung von Devianz und Abweichung in Zeiten zunehmender Langlebigkeit“ diskutieren

    am 15. Februar, 13:30 Uhr
    bis 16. Februar, 13:30 Uhr
    Casino, Renate von Metzler Saal (Raum: Cas 1.801)
    Nina-Rubinstein-Weg (Campus Westend)

    Soziologen und Soziologinnen über von hergebrachten Normvorstellungen abweichende Lebensweisen im Alter heute. Die Vorträge thematisieren Straffälligkeit und Strafvollzug im Alter, (Früh-)Demenz und Drogen konsumierende Senioren, aber auch sexuelle Identität, Migration und Unternehmertum von alten Menschen. Auch die so genannten „New Ageing Populations“, z.B. Menschen mit Behinderung, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen und fehlender Behandlungsmöglichkeiten früher keine hohe Lebenserwartung hatten, werden von den Wissenschaftlern in den Blick genommen.

    Veranstaltet wird die Frühjahrstagung der Sektion Alter(n) und Gesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kooperation mit der Goethe-Universität und dem hier angesiedelten Frankfurter Forum für Interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA).

    Anmeldung: Dr. Miranda Leontwotisch, leontowitsch@em.uni-frankfurt.de; die Teilnahme kostet 10 Euro für Studierende und Mitglieder der Sektion Alter(n) und Gesellschaft, 30 Euro für Nichtmitglieder; Anmeldeschluss: 26. Januar 2019

    Weitere Informationen unter www.sociohub-fid.de/s/altern-und-gesellschaft

    Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.de)

    Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen Universitäten. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist die Goethe-Universität Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. www.goethe-universitaet.de

    Herausgeberin: Die Präsidentin der Goethe-Universität Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


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