idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
23.05.2019 14:12

Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Münster

Dr. Kathrin Kottke Presse- und Informationsstelle
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit rund neun Millionen Euro einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster WWU. Unter dem Titel „Recht und Literatur“ nimmt das Großprojekt ab dem 1. Juli dieses Jahres seine Arbeit auf. Das Besondere an dem Projekt ist die interdisziplinäre Ausrichtung: Sowohl der Fachbereich Philologie und der Fachbereich Rechtswissenschaften der WWU sind federführend für den SFB verantwortlich. Weitere Partner sind das Institut für Amerikanistik der Universität Osnabrück sowie der Fachbereich Finanzen der Hochschule des Bundes in Münster.

    Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) verbucht einen großen Erfolg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit rund neun Millionen Euro einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der WWU. Unter dem Titel „Recht und Literatur“ nimmt das Großprojekt ab dem 1. Juli dieses Jahres für zunächst vier Jahre seine Arbeit auf. Das Besondere an dem Projekt ist die interdisziplinäre Ausrichtung: Sowohl der Fachbereich Philologie und der Fachbereich Rechtswissenschaften der WWU sind federführend für den SFB verantwortlich. Sprecher ist Prof. Dr. Klaus Stierstorfer vom Englischen Seminar, sein Stellvertreter ist Prof. Dr. Fabian Wittreck vom Institut für Öffentliches Recht und Politik der WWU. Weitere Partner sind das Institut für Amerikanistik der Universität Osnabrück sowie der Fachbereich Finanzen der Hochschule des Bundes in Münster.

    „Braucht das Recht die Literatur?“, und „Braucht die Literatur das Recht?“ sind die beiden Leitfragen, denen sich die Wissenschaftler im geplanten SFB widmen werden. Forscherinnen und Forscher der Literatur- und Rechtswissenschaft wollen zukünftig als gleichberechtige Partner intensiver zusammenarbeiten, als dies bisher in Deutschland geschehen ist. „Mit dem neuen SFB wird die WWU wichtiger Impulsgeber und zentrale Anlaufstelle eines wachsenden und gerade für Europa sehr wichtigen Forschungsfelds. Im Rahmen eines integrierten Graduiertenkollegs werden dafür an unserem Standort zahlreiche Nachwuchswissenschaftler ausgebildet, die die Zukunft dieser Forschungslinie entscheidend mitprägen werden“, erklärt Klaus Stierstorfer.

    Durch die systematische Erforschung der Beziehung zwischen den beiden Disziplinen lässt sich eine Reihe fundamentaler Fragen zu Recht und zu Literatur, zu den mit ihnen befassten Wissenschaften, aber auch zu deren gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung neu formulieren und aus einer neuen Perspektive heraus erforschen. Die bisherige Auseinandersetzung beider Disziplinen sei, betont Klaus Stierstorfer, mit den Kernfragen der jeweils anderen fragmentarisch geblieben. Nicht zuletzt in Anbetracht der heftig geführten Debatten zu Fakt und Fiktion oder auch zum Verschwinden klassischer Medien und dem Entstehen rechtsfreier Kommunikationsräume ist eine wissenschaftliche Reflexion über Inhalte, Prozesse und Artikulationsformen normativer und ästhetischer Wertvorstellungen wichtig. Die Forschungsgegenstände sind anschlussfähig für eine Reihe weiterer Disziplinen wie Soziologie, Politologie, Anthropologie oder die Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften.

    Sonderforschungsbereiche sind auf eine Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte fächerübergreifende Forschungseinrichtungen der Hochschulen, die durch die DFG gefördert werden. Sie ermöglichen die Bearbeitung innovativer und anspruchsvoller Forschungsvorhaben. Mit dem neuen Projekt hat die WWU aktuell acht Sonderforschungsbereiche (SFB/TRR), die an der WWU angesiedelt sind oder die hochschulübergreifend unter der Federführung von WWU-Forschern arbeiten. An weiteren sieben hochschulübergreifenden SFB sind Wissenschaftler der WWU beteiligt.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Professor Dr. Klaus Stierstorfer
    Phone: +49 251 83-24291
    stiersto@uni-muenster.de


    Weitere Informationen:

    https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=10292


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Recht, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay