Neuer Studiengang: Evangelische Theologie und Nichtchristliche Religionen

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27.11.2003 10:44

Neuer Studiengang: Evangelische Theologie und Nichtchristliche Religionen

Hedwig Görgen Stabsstelle für Presse und Kommunikation
Freie Universität Berlin

    Multireligiosität ist ein Zukunftsthema. Darum werden immer mehr Expertinnen und Experten gebraucht, die sich nicht nur in der christlichen Theologie, sondern auch in den Weltreligionen Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus auskennen und ostasiatische oder afrikanische Religionen einzuordnen wissen. "Gerade in einer multireligiösen Metropole wie Berlin muss es die Möglichkeit geben, eine profunde theologische Qualifikation mit einer besonderen Kompetenz für den interreligiösen Dialog zu verbinden", betont Prof. Dr. Michael Weinrich, Leiter des Instituts für Evangelische Theologie mit dem Fachgebiet Religionsgeschichte. Deshalb bietet sein Fach an der Freien Universität Berlin seit Neuestem den Bachelor- und Master Studiengang "Evangelische Theologie und Nichtchristliche Religionen" an, der das Studium der Evangelischen Theologie mit dem der Katholischen Theologie, der Judaistik, Islamwissenschaft und weiterer Religionen in sich vereinigt.

    In diesem weit über Berlin hinaus einzigartigen Studiengang geht es zunächst darum, die christliche Identität zu reflektieren und durch die Beschäftigung mit der Ökumenischen Theologie und dem christlich-jüdischen Gespräch eine Offenheit für andere Glaubensrichtungen und Religionen zu erarbeiten. Diese Fragestellung hat im Helmut-Gollwitzer-Haus eine lange Tradition, wie Prof. Weinrich herausstellt: "Unser Institut steht seit seiner Gründung Mitte der 50er Jahre für eine Theologie, die sich ausdrücklich auf den gesellschaftlichen Kontext bezieht und dabei insbesondere das Gespräch mit dem Judentum gesucht hat. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem weiten Feld der Ökumene." Im Institut für Religionswissenschaft werden die Studierenden mit der Außensicht auf die christlichen und nichtchristlichen Religionen vertraut gemacht, während sie in einer großen Zahl von spezialisierten Instituten die Chance haben, die Eigenperspektive der Religionen kennen zu lernen. "Diese vielen kleinen qualifizierten Fachinstitute sind eine Besonderheit der FU. Sie bieten eine ideale Voraussetzung für die Verwirklichung eines interdisziplinären Studiengangs wie dem unsrigen." Die persönliche Betreuung wird dabei stets groß geschrieben.

    Berufspraktische Studien und ein achtwöchiges Praktikum z.B. in einer Akademie, einer Begegnungsstätte oder einer ökumenischen, interreligiösen Organisation im In- oder Ausland dienen dazu, sich auf eine Berufstätigkeit vorzubereiten und Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Der Studiengang erstreckt sich über sechs bzw. vier Semester und ist in Modulen strukturiert, so dass nach jedem Semester kleinere Prüfungen abgelegt werden, wobei die große Abschlussprüfung entfällt. Nach der Bachelor- bzw. Masterarbeit wird der international anerkannte Hochschulgrad Bachelor bzw. Master of Arts verliehen. Informationen sind unter http://www.gollwitzerhaus.info zugänglich. Die Bewerbungsfrist zum Sommersemester endet am 15. Januar 2004.

    Informationen: Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau, Institut für Evangelische Theologie, Religionsgeschichte, Ihnestr. 56, 14195 Berlin, Tel.:030/838-53669 (Sekretariat), 2123 5905 (privat), E-Mail: detlef@dieckmannvonbuenau.de und im Internet: http://www.gollwitzerhaus.info


    Weitere Informationen:

    http://www.gollwitzerhaus.info


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


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