Per App zum Museum für alle?

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23.03.2020 16:21

Per App zum Museum für alle?

Thomas Joppig Kommunikation
Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

    Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder Menschen mit Demenz soll der Museumsbesuch erleichtert werden. Interdisziplinäre Ansätze zur Digitalisierung aus Informatik und Psychologie könnten wegweisend für eine gelungene inklusive Museumsarbeit werden. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) stellt sich hierfür im Rahmen des Leibniz-WissenschaftsCampus – Postdigitale Partizipation – Braunschweig (LWC PdP) als Living Lab zur Verfügung.

    Dabei kooperiert das Museum seit Herbst vergangenen Jahres mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ein wichtiges Thema dabei sind Potenziale und Schwierigkeiten inklusionsfördernder Technologien im Museum des 21. Jahrhunderts.

    Was meint Postdigitale Partizipation? Prof. Dr. Ruth Schilling, wissenschaftliche Forschungs- und Ausstellungskoordinatorin am DSM stellt fest: „Wir leben in einem Zeitalter, in dem digitale Technologien einen immer größeren Einfluss auf unseren Alltag haben. Das wirft Fragen nach unserem Zusammenleben auf. Was passiert mit politischer und gesellschaftlicher Teilhabe? Wird sie gefördert? Gibt es Gefahren?“ Diese Fragen beträfen auch den Museumsbesuch, so Schilling. Lassen sich zielgerichtete digitale Angebote für Menschen schaffen, denen der kognitive Zugang zu den Museumsinhalten sonst schwer fällt? Und wie könnten solche Angebote aussehen? Weltweit beschäftigen sich nur wenige Teilbereiche der Forschung mit der Entwicklung und Anwendung inklusiver mobiler Anwendungen. Zentrale Fragen für das DSM bleiben weiter: Was unterscheidet ein spezielles Führungsformat von der Anwendung einer App? Wie kann eine App einen inklusiven Museumsbesuch befördern?

    Die beiden leitenden Forscherinnen an der Ostfalia Hochschule, Prof. Dr. Ina Schiering (Fakultät Informatik) und Prof. Dr. Sandra Verena Müller (Fakultät Soziale Arbeit), bringen ihr Know-How in Überlegungen zur barrierearmen und inklusiven Gestaltung der neuen Ausstellung im Neubau des DSM ein. Geplant sind Befragungen von Museumsgästen, die Teilnahme an der Arbeitsgruppe, die die Neukonzeption der Ausstellung vorantreibt und darauf aufbauend die Entwicklung und Evaluation von digitalen inklusiven Angeboten. Für Anwendungsbeispiele wird auch die Zusammenarbeit mit Schulklassen und Behinderteneinrichtungen angestrebt. Das Ziel des innovativen Ansatzes ist klar: Ein Museum für alle zu schaffen.

    Das Vorhaben wird aus Mitteln der Förderlinie Strategische Vernetzung der Leibniz-Gemeinschaft und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur gefördert.

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    Liebe Redaktionen,

    das DSM kann während der Corona-Krise bis auf Weiteres nicht besichtigt werden. Unsere Forschungsarbeit läuft jedoch weiter. Darüber möchten wir Sie auch künftig in Pressemitteilungen wie dieser informieren. Gern vermitteln wir Ihnen entsprechende Ansprechpartner. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass auch wir aufgrund der aktuellen Empfehlungen persönliche Außenkontakte momentan soweit wie möglich einschränken. Unsere Wissenschaftler*innen stehen für Ihre Rückfragen daher momentan vorzugsweise telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

    Ihr DSM-Kommunikationsteam

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    Pressekontakt:

    Deutsches Schifffahrtsmuseum
    Leibniz-Institut für Maritime Geschichte
    Thomas Joppig
    Leitung Kommunikation
    T +49 471 482 07 832
    joppig@dsm.museum

    Das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

    Die wechselvolle Beziehung zwischen Mensch und Meer zu erforschen und in Ausstellungen erlebbar zu machen – das hat sich das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) in Bremerhaven zur Aufgabe gemacht. Es ist eines von acht Leibniz-Forschungsmuseen in Deutschland. Mit seinen mehr als 80 Mitarbeitenden und Auszubildenden und rund 8000 Quadratmetern überdachter Ausstellungsfläche zählt es zu den größten maritimen Museen Europas. Zurzeit befindet sich das DSM im Wandel und verbindet eine Gebäudesanierung sowie den Bau eines Forschungsdepots mit einer umfassenden Neukonzeption aller Ausstellungs- und Forschungsbereiche.

    Forschungsprojekte am DSM werden durch namhafte nationale und internationale Förderprogramme unterstützt. Als attraktiver Arbeitsort für junge und berufserfahrene Talente in der maritimen Forschung unterhält das DSM vielfältige Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Unterstützung erfährt das Museum nicht zuletzt von den fast 3000 Mitgliedern des "Fördervereins Deutsches Schifffahrtsmuseum e.V." Dieser sowie das "Kuratorium zur Förderung des Deutschen Schifffahrtsmuseums e.V." hatten einst die Eröffnung des Hauses im Jahr 1975 vorangetrieben und begleiten es nun auf seinem Zukunftskurs.
    Weitere Informationen unter http://www.dsm.museum


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Ruth Schilling, Wissenschaftliche Ausstellungs- und Forschungskoordinatorin: schilling@dsm.museum


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Meer / Klima
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Prof. Dr. Ruth Schilling, wissenschaftliche Forschungs- und Ausstellungskoordinatorin am DSM


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    In der Sonderausstellung 360° POLARSTERN - Eine virtuelle Forschungsexpedition ist bereits eine App im Einsatz.


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