idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
07.09.2020 13:44

1,8 Millionen Euro für Frankfurter Internationalisierungsaktivitäten in Afrika

Dr. Anke Sauter Public Relations und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt Mittel für Maria Sibylla Merian Institute in Ghana

    FRANKFURT. Ein neuer Knotenpunkt der deutschen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung in Afrika entsteht derzeit an der University of Ghana: das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat nun die Mittel für die Hauptphase bewilligt. Das Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Goethe-Universität und das Forschungsinstitut Point Sud in Bamako, Mali, wirken mit einem wichtigen Teilprojekt mit, für das weitere 1,8 Millionen Euro zugesagt wurden.

    Das „Merian Institute for Advanced Studies in Africa“ (MIASA) soll künftig zu einem Zentrum der deutschen Afrikaforschung werden. Zu seinen Aufgaben gehört es, ein ambitioniertes intellektuelles Programm und eine Forschungsagenda zu entwickeln, die afrikanische Perspektiven in Wissenschaft und Politik stärken und damit zum Abbau globaler Wissensasymmetrien beitragen sollen. Ein thematischer Fokus liegt dabei auf nachhaltiger Regierungsführung. Aktuelle Themen wie Migration, Demokratisierung und ökologischer Umbau sollen interdisziplinärer bearbeitet werden. Exzellente Nachwuchsforscherinnen und -forscher, die sich für ein mehrmonatiges Stipendium am MIASA bewerben können, werden besonders gefördert. Im Jahr 2018 ging das Projekt an den Start, nun wurden die für die im September beginnende sechsjährige Hauptphase notwendigen Mittel in Höhe von 11 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligt.

    Standort des MIASA ist die University of Ghana in Accra. Auf deutscher Seite sind die Albert-Ludwigs-Universität mit dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und dem Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung (ABI) federführend bei Aufbau und Koordination des Instituts. Weitere Partner sind das Deutsche Historische Institut Paris als Mitglied der Max-Weber-Stiftung, das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg und das Zentrum für Interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) an der Universität Frankfurt. Das Forschungszentrum Point Sud in Mali, das seit 2004 im Rahmen eines DFG-Programms von der Goethe-Universität finanziert wird, und sein stetig wachsendes Netzwerk von Partnern im anglo-, franko- und lusophonen Afrika spielen eine zentrale Rolle bei der Überwindung der Sprachbarrieren in Afrika.

    Für das ZIAF ist der Erfolg des Antrags von großer Tragweite: Das Frankfurter Zentrum wird zusammen mit Point Sud in Bamako und dessen Netzwerkpartnern in Afrika das Outreach- und Konferenzprogramm von MIASA organisieren. Das Netzwerk ist im Rahmen des DFG-Programms Point Sud entstanden und umfasst Partnerinstitutionen in Burkina Faso, Gabun, Mali, Mosambik, Niger, Senegal, Ghana und Südafrika. An den verschiedenen Standorten des Netzwerks sind internationale Konferenzen zu Themen wie regionale und kontinentale Integration, intra-regionale Migration oder Ressourcenmanagement und Klimawandel geplant. Außerdem wird es Schreibwerkstätten für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Tagungen geben, die sich dezidiert mit der Wissensproduktion in Afrika beschäftigen. So wird das Frankfurter Teilprojekt einen entscheidenden Beitrag zur Sichtbarkeit und Verankerung von MIASA auf dem Kontinent und darüber hinaus leisten. Der Frankfurter Ethnologe und Afrikaforscher Prof. Dr. Mamadou Diawara wird von 2024 an den Direktorenposten innehaben, Dr. Marko Scholze, wird die Koordination des Frankfurter Teilprojektes übernehmen.

    ZIAF und das Point Sud Netzwerk bringen jedoch nicht nur ihre Kompetenz bei der Organisation von hochklassigen akademischen Veranstaltungen, sondern auch ihre wissenschaftliche Expertise in die Arbeit von MIASA mit ein. So sind zahlreiche Persönlichkeiten des ZIAF und des Netzwerks an der inhaltlichen Konzeption des Konferenzprogramms direkt beteiligt. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag für die Internationalisierungs-Strategie der Goethe-Universität.

    Ein Bild zum Download finden Sie unter: http://www.uni-frankfurt.de/91771072

    Bildunterschrift: Gruppenbild in Accra nach der Evaluierung des Projektes im Dezember. (Foto: Mohammed Amidu/University of Ghana)


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Marko Scholze, Koordinator Programm Point Sud und Frankfurter Teilprojekt für das Merian Institute for Advanced Studies (MIASA) in Ghana, Institut für Ethnologie, 60323 Frankfurt am Main, Tel.: +49(0)69 79833230, E-Mail: scholze@em.uni-frankfurt.de


    Bilder

    Bildunterschrift: Gruppenbild in Accra nach der Evaluierung des Projektes im Dezember.
    Bildunterschrift: Gruppenbild in Accra nach der Evaluierung des Projektes im Dezember.
    Mohammed Amidu
    Mohammed Amidu/University of Ghana


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

    Bildunterschrift: Gruppenbild in Accra nach der Evaluierung des Projektes im Dezember.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).