Humboldt-Ranking: Diese deutschen Unis sind bei Forscher*innen aus dem Ausland beliebt

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project



Teilen: 
16.10.2020 10:26

Humboldt-Ranking: Diese deutschen Unis sind bei Forscher*innen aus dem Ausland beliebt

Kristina Güroff Pressereferat
Alexander von Humboldt-Stiftung

    Berlin, München, Göttingen, Bremen und Bonn belegen die ersten Plätze.

    Die Universitäten der Metropolen Berlin und München sind bei ausländischen Forscher*innen besonders gefragt. Aber auch die Hochschulen kleinerer Städte wie Göttingen, Bremen oder Bonn sind beliebt. Das geht aus dem heute veröffentlichten Humboldt-Ranking hervor. Die Rangliste zeigt, wie viele Wissenschaftler*innen in den vergangenen fünf Jahren mit einer Förderung der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Deutschland gekommen sind – und wo sie ihren Forschungsaufenthalt besonders häufig verbracht haben.

    Die ersten Plätze belegen im Humboldt-Ranking die Freie Universität und die Humboldt-Universität zu Berlin gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Technischen Universität Berlin. Auf Rang fünf bis zehn folgen die Technische Universität München, die Universität Göttingen, die Jacobs University Bremen sowie die Universitäten aus Bonn, Potsdam und Konstanz. Die größten Sprünge nach vorn machten gegenüber dem letzten Ranking aus dem Jahr 2017 die Universität Konstanz (von 16 auf 10), die Tierärztliche Hochschule Hannover (von 38 auf 12) und die Universitäten Würzburg (von 22 auf 14) und Regensburg (von 24 auf 15).

    „Das Humboldt-Ranking zeigt die hohe Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland und die gute internationale Vernetzung der deutschen Wissenschaft. Das Ranking deutet auch an, welche Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei den internationalen Gastforschenden der Humboldt-Stiftung besonders hoch im Kurs stehen. Neben den großen Universitäten in den Metropolen sind auch viele kleinere Einrichtungen international sichtbar und attraktiv. Dabei spiegelt das Ranking auch fachspezifische Profile der Standorte wider. Diese verteilte Exzellenz ist eine wirkliche Stärke der deutschen Wissenschaft“, sagte Stiftungspräsident Hans-Christian Pape. „Allerdings sind aktuell Änderungen der Mobilität zu verzeichnen, nicht zuletzt dem Einfluss der Covid-19-Pandemie geschuldet, die internationale Kooperationen und Wissensstrukturen nachhaltig verändern dürften. Hieraus resultieren Herausforderungen, aber auch Chancen, neue Konzepte für internationale Kooperationen, Austausch und Begegnungen zu finden. Es wäre fatal für den Forschungsstandort Deutschland und die Wissenschaft an sich, wenn wir verlernen, über Landesgrenzen hinauszudenken“, betonte Pape.

    Ausgewertet werden für das Humboldt-Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler*innen, die in den letzten fünf Jahren als Stipendiat*innen oder Preisträger*innen der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten. Um statistische Verzerrungen durch die unterschiedlichen Größen der Gastinstitutionen zu vermeiden, setzt das Ranking die Aufenthalte in Beziehung zur Anzahl der Professuren an der jeweiligen wissenschaftlichen Hochschule.

    Neben dem Gesamt-Ranking wurden auch Ranglisten nach Wissenschaftsbereichen erstellt. Eine Übersicht finden Sie im kompletten Humboldt-Ranking. Beim Vergleich der außeruniversitären Einrichtungen liegen wie schon im letzten Ranking aus dem Jahr 2017 Max-Planck-Institute an der Spitze: Die ersten drei sind das Fritz-Haber-Institut in Berlin, die Max-Planck-Institute für Polymerforschung, Mainz, und für Eisenforschung in Düsseldorf. Das Forschungszentrum Jülich verbesserte sich von Platz 7 in 2017 auf Platz 4.

    Top 20 der Gastuniversitäten

    Rang gew. / Einrichtung / Gewichtete (absolute) Anzahl der Gastwissenschaftler*innen

    1 Freie Universität Berlin - 120,72 (268)
    2 Humboldt-Universität zu Berlin - 88,10 (259)
    3 Universität München - 71,20 (267)
    4 Technische Universität Berlin - 62,50 (150)
    5 Technische Universität München - 61,01 (194)
    6 Universität Göttingen - 59,26 (160)
    7 Jacobs University Bremen - 51,61 (16)
    8 Universität Bonn - 49,16 (147)
    9 Universität Potsdam - 47,89 (68)
    10 Universität Konstanz - 46,84 (74)
    11 Universität Heidelberg - 45,85 (177)
    12 Tierärztliche Hochschule Hannover - 45,00 (9)
    13 Universität Bochum - 44,26 (108)
    14 Universität Würzburg - 43,36 (98)
    15 Universität Regensburg - 42,33 (80)
    16 Universität Münster - 42,31 (143)
    17 Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - 42,22 (114)
    18 Universität zu Köln - 42,07 (130)
    19 Universität Bayreuth - 40,65 (63)
    20 Universität Bielefeld - 37,80 (62)

    Gewichtung: Anzahl der ausländischen Gastwissenschaftler*innen je 100 Professor*innen an der gastgebenden Universität.

    *****

    Die Alexander von Humboldt-Stiftung
    Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 56 mit Nobelpreis.

    *****

    Pressekontakt
    Referat Presse, Kommunikation und Marketing
    Tel: +49 228 833-144
    E-Mail: presse@avh.de

    Leiter Referat Presse, Kommunikation und Marketing
    Georg Scholl


    Weitere Informationen:

    http://www.humboldt-foundation.de/entdecken/zahlen-und-statistiken/humboldt-rank... - das komplette Humboldt-Ranking
    http://www.humboldt-foundation.de/entdecken/newsroom/humboldt-ranking-diese-deut... - Pressemitteilung online


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Die TOP 20 der Gastuniversitäten im neuen Humboldt-Ranking


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay