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02.11.2020 15:07

Berliner Weltliteraturen Öffentliche Vorlesungsreihe an der Freien Universität Berlin / erster Termin:

Anne Stiller Stabsstelle für Presse und Kommunikation
Freie Universität Berlin

    Die internationalen literarischen Beziehungen in Ost und West nach dem Mauerbau stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Vorlesungsreihe an der Freien Universität Berlin. Im kommenden Wintersemester vom 3. November an referieren immer dienstags Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ein Zeitzeuge über „Berliner Weltliteraturen“. Die Ringvorlesung gehört zum Programm des „Offenen Hörsaals“. Ein Livestream zu den Vorträgen ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.temporal-communities.de/explore/listen-read-watch/lectures/berliner-.... Der Video-Stream kann auf der Webseite des Offenen Hörsaals sowie auf dem YouTube-Kanal der Freien Universität aufgerufen werden.

    Die Ringvorlesung „Berliner Weltliteraturen“ soll ein Schlaglicht auf die kulturpolitischen Aktivitäten und den internationalen literarischen Austausch im Berlin der früheren 1960er Jahre werfen. Die Referentinnen und Referenten beschreiben jene umwälzende Phase in der Entwicklung Berlins, in der die geteilte Stadt in der Wahrnehmung vieler zur Vorreiterin wurde im internationalisierten Literatur- und Kulturbetrieb.

    „Nach dem Mauerbau begann im geteilten Berlin eine Zeit der kulturpolitischen ‚Aufrüstung’, in deren Zentrum die gezielte Förderung internationaler literarischer und künstlerischer Kontakte stand“, erklärt Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Literaturwissenschaftlerin und Organisatorin der Vorlesungsreihe. „Während im Westen führende Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Moderne und Avantgarde sowie vielversprechende Nachwuchskünstlerinnen und -künstler in die Inselstadt geholt wurden, entwarf auch der Schriftstellerverband im Osten Pläne zur Verstärkung der Auslandsarbeit.“ Bei all diesen Aktivitäten in Ost und West seien ehrgeizige und vielschichtige Ziele verfolgt worden, ergänzt Jutta Müller-Tamm. Konkurrierende Literaturkreise und künstlerische Gemeinschaften hätten dabei das Konzept der ‚Weltliteratur‘ neu verhandelt.
    Der Offene Hörsaal

    Seit über drei Jahrzehnten bietet die Freie Universität mit ihren öffentlichen Vorlesungen einem breiten Publikum die Chance, teilzuhaben an Gesprächen und Diskussionen über Wissenschaft, Gesellschaft, Natur und Technik. Renommierte Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und der ganzen Welt stellen leicht verständlich aktuelle Forschungsergebnisse vor sowie fundierte Analysen zu allen möglichen Wissensgebieten – und eröffnen so einen vergnüglichen Zugang zur Welt der Wissenschaft.
    Zeit und Ort

    „Berliner Weltliteraturen. Internationale literarische Beziehungen in Ost und West nach dem Mauerbau“ (Konzeption: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm)

    Dienstags, 18.15 – 19.45 Uhr; Beginn: 03. November 2020
    Freie Universität Berlin, Gebäudekomplex Rost- und Silberlaube, Hörsaal 1b, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem
    U3 Dahlem-Dorf oder Thielplatz; Bus 110, M 11, X 11

    Programm

    3. November 2020

    Das geteilte Berlin als Katalysator der Internationalisierung des Literaturbetriebs
    Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Freie Universität Berlin

    10. November 2020

    Zeitzeugengespräch mit Klaus Völker

    17. November 2020

    „In Schwingung versetzt“: Das internationale Kolloquium des Schriftstellerverbands 1964 in Ost-Berlin
    Dr. Bernadette Grubner, Freie Universität Berlin

    24. November 2020

    Ménage à trois: Theatertransfer zwischen Paris und dem geteilten Berlin
    Prof. Dr. Nicole Colin, Aix Marseille Université

    1. Dezember 2020

    East East and West West. Ein russisch-amerikanisch-deutsches Gespräch im Zeichen Goyas, Berlin, Januar 1967
    Prof. Dr. Cornelia Ortlieb, Freie Universität Berlin

    8. Dezember 2020

    Literarische Völkerverständigung im Kalten Krieg: Lateinamerika-Kolloquien in Westberlin 1962 und 1964
    Prof. Dr. Susanne Klengel, Freie Universität Berlin

    15. Dezember 2020

    Faux amis? Der Nouveau Roman in West & Ost: die frühen Jahre
    Prof. Dr. Ulrike Schneider, Freie Universität Berlin

    5. Januar 2021

    Übersetzungsförderung und die Formierung des Autor-Übersetzer-Diskurses am LCB um 1966
    PD Dr. Heribert Tommek, Universität Regensburg

    12. Januar 2021

    Die angloamerikanische Dramenwerkstatt im LCB 1964: Zirkulationen des Absurden
    Prof. Dr. Ute Berns, Universität Hamburg

    19. Januar 2021

    Der griechische Bürgerkrieg und das geteilte Berlin: „Weiße Rosen aus Athen“ und Antigone lebt
    Prof. Dr. Miltos Pechlivanos, Freie Universität Berlin

    26. Januar 2021

    „In der Situation des Radwechslers“: Ingeborg Bachmann in Berlin und das transnationale Zeitschriftenprojekt Gulliver (1963–1964)
    Prof. Dr. Valentina Di Rosa, Universität L’Orientale, Neapel

    2. Februar 2021

    Gombrowicz in Berlin und das DAAD-Künstlerprogramm im Ost-West-Konflikt
    Dr. Olaf Kühl, Berlin

    9. Februar 2021

    „Ludvik Kundera hat mit Milan nicht das Geringste zu tun.“ Franz Fühmann als deutsch-tschechischer Literaturvermittler
    Prof. Dr. Alfrun Kliems, Humboldt-Universität zu Berlin

    16. Februar 2021

    „Die schönste Liebesgeschichte der Welt“: „Multinationale Sowjetliteratur“ auf dem Buchmarkt zwischen Ost und West
    Prof. Dr. Susi Frank, Humboldt-Universität zu Berlin

    Das wöchentliche Vorlesungsprogramm und weitere Informationen
    www.fu-berlin.de/sites/offenerhoersaal/index.html

    Artikel über das Programm des Offenen Hörsaals im Wintersemester 20/21 bei campus.leben
    www.fu-berlin.de/campusleben/lernen-und-lehren/2020/201103-offener-hoersaal/index.html


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Sebastian Treu, Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin, Koordinierungsstelle Offener Hörsaal, Telefon: 030 / 838-63325, E-Mail: sebastian.treu@fu-berlin.de

    Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaft, Freie Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-459204, E-Mail: muellert@zedat.fu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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