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09.11.2020 16:51

Digitale Kompetenzen von Schülern unter der Lupe: Uni Paderborn leitet Vertiefungsstudie zu Schulen im digitalen Wandel

Kamil Glabica Stabsstelle Presse und Kommunikation
Universität Paderborn

    Achtklässler aus sozioökonomisch schwächeren Familien verfügen über wesentlich geringere digitale Kompetenzen als ihre gleichaltrigen Mitschüler. Das haben bereits die beiden internationalen Vergleichsstudien ICILS (International Computer and Information Literacy Study) von 2013 und 2018 gezeigt. Gleichzeitig wurden im Rahmen dieser Studien jedoch auch Schulen mit besonders heterogenen Schülergruppen ermittelt, in denen es überdurchschnittlich hohe computer- und informationsbezogene Kompetenzen gab.

    In ihrer qualitativen Vertiefungsstudie „Unerwartet erfolgreiche Schulen im digitalen Wandel“ (UneS), die an ICILS 2018 anschließt, wollen Prof. Dr. Birgit Eickelmann und PD Dr. Kerstin Drossel von der Universität Paderborn den Bildungsprozessen in diesen Schulen auf den Grund gehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das nun gestartete Vorhaben für drei Jahre mit rund einer Million Euro.

    „Bei der UneS-Studie setzen wir verschiedene Methoden ein. Dazu gehören lehr- und lernprozessbezogene Videostudien, qualitative Interviews und Analysen schulischer Dokumente“, erklärt Eickelmann, die bei der letzten internationalen Vergleichsstudie ICILS die Forschungen in Deutschland koordinierte. So knüpfen die beiden Paderborner Wissenschaftlerinnen mit der Herangehensweise ihrer aktuellen Studie auch an die quantitativen Ergebnisse der Schulen an, die bereits in ICILS 2018 im Fokus standen. Neben wissenschaftlich-analytischem Wissen sollen innerhalb dieses Projekts auch Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des schulischen Bildungsbereichs in Deutschland abgeleitet werden. Drossel: „Es ist wichtig, die aus ICILS 2018 vorliegenden quantitativen Ergebnisse vertiefend zu betrachten und Strukturen sowie Prozesse in den unerwartet erfolgreichen Schulen mit qualitativen Ansätzen zu erforschen. Die Ergebnisse können richtungsweisend für die Entwicklung zu mehr Bildungsgerechtigkeit sein.“

    Erste Ergebnisse aus der UneS-Studie, die an den Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung im Bildungsbereich“ des BMBF angegliedert ist, werden für Anfang 2022 erwartet.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Birgit Eickelmann
    AG Schulpädagogik
    E-Mail: birgit.eickelmann@upb.de


    Weitere Informationen:

    http://www.upb.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


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