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07.04.2021 15:42

Komplexe Produktionssysteme beherrschbar machen – SmartFactory-KL zeigt Demonstrator LIVE und digital

Christian Heyer DFKI Kaiserslautern
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

    Hannover Messe 2021: Die vernetzte Produktion bringt Flexibilität, aber auch Komplexität. Die Arbeit in neuen Systemarchitekturen verlangt softwareseitig neue Formen der Kommunikation, der Abstimmung und der Kontrolle. Der Einsatz von KI-Methoden nimmt zu, Wissenschaftler arbeiten an menschenverständlichen „Übersetzungen“. „Vielerorts gibt es tolle Ideen, aber es fehlen noch Standards, um wirklich technologieübergreifend neue Techniken zu implementieren“, sagt Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory Kaiserslautern. „Das bedeutet, dass wir uns bei Schlüsseltechnologien einigen müssen, damit wir in der Entwicklung weiterkommen.“

    Die Zukunft heißt „Shared Production“

    Die skillbasierte Zusammenarbeit autonomer Module, auch über die Fabrikhalle hinaus, ist seit Jahren ein Forschungsinhalt der SmartFactory Kaiserslautern (SF-KL) und der Kern der Vision Production Level 4. Im Moment beschäftigen sich Arbeitsgruppen innerhalb des Vereins mit Fragen rund um die Koordination der autonomen Elemente. „Wir entwickeln Konzepte für Multiagentensysteme“ erklärt Ruskowski. „Denn wir stehen vor der Aufgabe, dass sich die Teilnehmer in den Netzwerken abstimmen und koordinieren müssen. Dazu benötigen sie Informationen über die zu fertigenden Produkte, ihren Standort sowie die ausgeführten und anstehenden Arbeitsschritte.“ Bisher wurden diese Informationen im Produkt selbst hinterlegt, bspw. in einem RFID-Chip. Davon wollen die Wissenschaftler wegkommen, weil es Probleme mit sich bringen kann, etwa bei der Wärmeumformung oder in Tauchbädern. „Derzeit arbeiten wir an einer zentralen Registry, auf die alle Skills zugreifen können“, so Ruskowski weiter.“ Die Fähigkeiten (Skills) sollen als gekapselte Einheiten technologieunabhängig funktionieren, aber dank definierter Standards trotzdem zusammenarbeiten können. Dabei spielen „Production Bots“ oder „Softwareagenten“ eine zentrale Rolle bei der Arbeitsorganisation. Das Thema beleuchtet Prof. Ruskowski in seiner Keynote „autonom, resilient, agil - Production Level 4 definiert die Produktion der Zukunft neu“ auf der Hannover Messe am 13. April 2021 um14:45 Uhr.

    GAIA-X Simulation

    Maschinendaten auszuwerten und zu verstehen gehört zu den Forschungsprojekten und Themen innerhalb des Netzwerkes der SmartFactoryKL. Eine im Partnerkreis entwickelte Simulation zeigt beispielhaft, wie die Kommunikation auf Maschinenebene aussehen kann. „Das ist nur der erste Schritt. KI Methoden müssen auf jeder Ebene für einen Menschen verständlich sein“, betont Ruskowski, „denn nur dann können wir Fehler erkennen und gegebenenfalls auch eingreifen.“ Die Simulation wird mehrfach im umfangreichen LIVE-Programm der SmartFactoryKL vorgeführt.

    Der Production Level 4-Demonstrator im Internet

    Ohne physische Messe setzt die SmartFactoryKL auf eine regelmäßige LIVE-Vorführung des Demonstrators über die Seite der Hannover Messe, aber auch auf YouTube. Dazu kommt eine interaktive Darstellung im Internet. „Wir möchten zeigen, woran wir mit unseren 22 Demonstratorpartnern aktuell arbeiten“, sagt Ruskowski. „Aktuell konzentrieren wir uns darauf das komplexe System zu stabilisieren. Das sind meist unsichtbare Arbeitsschritte auf Softwarebasis oder gemeinsame Definitionen.“ Dazu kommt noch die Forschung zu Themen wie Lebenszyklusakte, Ressourcenoptimierung, Multiagentensystemen oder Schnittstellenstandards für Gaia-X im Projekt smartMA-X.

    22 Demonstratorpartner 2021

    B&R Industrie-Elektronik GmbH
    BELDEN Electronics GmbH
    Bosch Rexroth AG
    Deutsche Telekom
    Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
    Empolis Information Management GmbH
    EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG
    German Edge Cloud GmbH & Co. KG
    HARTING KGaA
    Huawei Technologies Düsseldorf GmbH
    IBM Deutschland GmbH
    KIST Europe Forschungsgesellschaft mbH
    MiniTec GmbH & Co. KG
    Pfalzkom GmbH
    Perinet GmbH
    Pilz GmbH & Co. KG
    proALPHA Business Solutions GmbH
    Siemens AG
    TU Kaiserslautern
    TÜV SÜD AG
    TE Connectivity Germany GmbH
    Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

    Die SmartFactoryKL

    SmartFactoryKL bezeichnet ein Forschungs- und Industrienetzwerk, das auf drei Säulen ruht: Einem Verein und zwei wissenschaftlichen Einrichtungen. In der Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. sind Forschungsinstitute und Industrieunternehmen Mitglied. Der Verein steht für Fragen in industrieller Produktionsnähe, die in den wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen „Innovative Fabriksysteme“ am DFKI und am Lehrstuhl „Werkzeugmaschinen und Steuerungen“ (WSKL) an der TU Kaiserslautern beantwortet werden. Seit 2019 ist Prof. Dr.-Ing. Martin Ruskowski organisatorische und inhaltliche Klammer. Er ist Vorstandsvorsitzender des Vereins, Leiter des DFKI-Forschungsbereiches und Inhaber des Lehrstuhles. Die SmartFactoryKL bringt Stakeholder aus Industrie und Wissenschaft in einem einzigartigen Industrie 4.0-Netzwerk zusammen, um gemeinschaftlich Projekte zur Fabrik der Zukunft zu entwickeln und umzusetzen. Auf dieser herstellerunabhängigen Demonstrations- und Forschungsplattform testen Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Industrievertretern innovative Fertigungstechnologien in einer realitätsnahen Fabrikumgebung. 2016 ernannte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die SmartFactoryKL zum Konsortialführer des Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrums Kaiserslautern. 2019 überarbeitete das Netzwerk das Konzept von Industrie 4.0 und nannte das Update Production Level 4 (PL4). 2020 stellte die SmartFactoryKL den weltweit ersten PL4-Demonstrator vor, der in den nächsten Jahren stetig in Richtung autonome Produktion weiterentwickelt werden soll. Der Verein ist seit 2020 an dem europäischen Netzwerk GAIA-X mit dem Forschungsprojekt smartMA-X beteiligt. Der PL4-Demonstrator spielt darin eine zentrale Rolle. Die Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. gehört außerdem zu den Gründungsmitgliedern der SmartFactory-EU.

    Pressekontakt SmartFactory KL e.V.:

    Dr. Ingo Herbst
    Leiter Kommunikation & Pressesprecher / Head of Communication & Press Officer
    Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V.
    Trippstadter Straße 122
    67663 Kaiserslautern
    Tel.:: +49 (0) 631 - 20575 3406
    Email: ingo.herbst@smartfactory.de

    Pressekontakt DFKI:

    Christian Heyer
    Leiter Unternehmenskommunikation
    DFKI Kaiserslautern
    Trippstadter Straße 122
    67663 Kaiserslautern
    Tel.: +49 (0) 631 - 20575 1710
    Email: christian.heyer@dfki.de


    Weitere Informationen:

    https://smartfactory.de/bilder-2021/ Aktuelle Bilder zum Download


    Bilder

    Der PL4-Demonstrator der SmartFactory-KL im DFKI in Kaiserslautern zeigt, wie standortübergreifende Vernetzung auf Maschinenebene aussehen kann.
    Der PL4-Demonstrator der SmartFactory-KL im DFKI in Kaiserslautern zeigt, wie standortübergreifende ...

    SmartFactory-KL


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


     

    Der PL4-Demonstrator der SmartFactory-KL im DFKI in Kaiserslautern zeigt, wie standortübergreifende Vernetzung auf Maschinenebene aussehen kann.


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