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22.04.2021 17:28

Rapid and low-cost point-of-care diagnostics of fatal diseases of the central nervous system using gene scissors

Susanne Dopheide Stabsstelle Presse und Kommunikation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    The German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) has approved the application for funding the development of rapid, minimal-invasive and low-cost multiplexed on-site diagnostics for improved therapy monitoring as well as for molecular characterization for fatal diseases of the central nervous system. The total funding volume of the "MERGE" project – a collaboration between the Neurosurgical Clinic of the University Hospital Düsseldorf and the Freiburg Center for Interactive Materials and Bioinspired Technologies (FIT) of the University of Freiburg – amounts to 1.25 million euros over a funding period of 3 years.

    Das Glioblastom (GBM), der häufigste und aggressivste hirneigene Tumor, sowie aneurysmatischer Subarachnoidalblutung (SAB) sind klinisch unzureichend-versorgte, oftmals tödlich verlaufende Erkrankungen des Zentralnervensystems. Je frühzeitiger das Auftreten der Erkrankungen beziehungsweise Komplikationen in der Therapie erkannt werden, desto besser die klinische Prognose der Patienten. Durch Ausnutzen von CRISPR/Cas-Technologie, so genannten Genscheren, für die hochgenaue, schnelle und amplifikationsfreie Detektion von Nukleinsäurequantitäten soll in dem Projekt „MERGE“ eine Multiplexdiagnostik das Vorhandensein von besonders aggressiven Tumorstammzellen, bzw. das Risiko von Auftreten von lebensbedrohlichen post-hämorrhagischen Komplikationen nach einer aneurysmatischer Subarachnoidal Blutung anhand von RNA Molekülen in der Mikro- bzw. Makroumgebung erkennen.

    Leiter des Projektes ist Dr.-Ing. Can Dincer, Nachwuchsgruppenleiter am FIT und Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK). Projektleiter des Teilvorhabens an der Klinik für Neurochirurgie (Direktor Prof. Dr. med. Daniel Hänggi) ist PD Dr. rer. nat. Ulf Dietrich Kahlert, Leiter der Gruppe Translationale Neurotechnologien, Mitantragsteller ist PD Dr. med. Sajjad Muhammad, Oberarzt und Leiter Neurovaskuläre Forschung. Das Hauptforschungsinteresse Dincers Arbeitsgruppe liegt in der Entwicklung von bioanalytischen Mikrosystemen für verschiedene Anwendungen wie Diagnostik, insbesondere Wearables und patientennahe Labordiagnostik. „Die Symbiose der CRISPR Diagnostik mit Stammzelltechnologien zur reproduzierbaren experimentellen Befundung sowie anschließende klinische Validierung der Ergebnisse wird uns ermöglichen unsere Forschung für die Etablierung von biotechnologischen kommerziellen Ausgründungen beziehungsweise zur verbesserten klinischen Versorgung der Patienten weiter auszureifen“ sagen die Antragsteller. MERGE stellt eine direkte Anwendung der seit 2017, in Kahlerts Team entwickelte, und durch die BMBF Förderlinie „Validierungs- und Innovationspotential“ (VIP+) geförderte in vitro Testplattformtechnologie DisCoVer für die Stammzellforschung dar, und beweist das Potential solcher Systeme für Entwicklung von innovativer, personalisierter Medizin.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Project leader
    Dr. Can Dincer, Department of Microsystems Engineering (IMTEK)
    University of Freiburg
    Phone: +49 (0)761 / 203 - 7264, dincer@imtek.de

    PD Dr. rer. nat. Ulf Dietrich Kahlert
    Neurosurgical Clinic, Duesseldorf University Hospital,
    Phone: +49 211/8108-013, ulf.kahlert@med.uni-duesseldorf.de

    PD Dr. med. Sajjad Muhammad
    Neurosurgical Clinic, Duesseldorf University Hospital, sajjad.muhammad@med.uni-duesseldorf.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Englisch


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