idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
27.07.2021 09:46

Von der Grundlagenforschung bis zur Marktreife – DFKI in Niedersachsen entwickelt innovative KI-Technologien in GAIA-X

Andrea Fink DFKI Bremen
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

    Ein an den Werten Europas orientiertes Ökosystem für den sicheren, souveränen und herstellerunabhängigen Austausch von Daten – das ist das Ziel der europäischen Cloud-Initiative GAIA-X. In Projekten, Konsortien und Technologiearbeitsgruppen trägt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aktiv zur Etablierung und Weiterentwicklung des Großprojekts bei. Am DFKI-Labor Niedersachsen sind nun alle vier Forschungsbereiche in unterschiedlichen GAIA-X-Anwendungsdomänen an der Entwicklung von Schlüsseltechnologien auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) beteiligt. Diese zeichnen sich durch eine große Anwendungsbreite und hohes Innovationspotenzial aus.

    Oldenburg/Osnabrück – Im Leuchtturm-Projekt Agri-Gaia des Forschungsbereichs Planbasierte Robotersteuerung (PBR) ist ein namhaftes Konsortium aus Industrie und Forschung an der Realisierung eines offenen KI-Standards für die Agrar- und Ernährungswirtschaft auf Basis von GAIA-X beteiligt. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit rund 12 Millionen Euro gefördert. Der Forschungsbereich PBR unter Leitung von Prof. Dr. Hertzberg ist zusätzlich in fünf Projekten beteiligt, die mit Agri-Gaia zusammenarbeiten werden: das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Projekt 5G Nachhaltige Landwirtschaft sowie die Verbundvorhaben PORTAL, resKIL, MoviQ und AI-TEST-FIELD, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert werden.

    Der unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Zielinski stehende Forschungsbereich Marine Perception (MAP) beteiligt sich ebenfalls am Leuchtturm-Projekt Agri-Gaia. MAP beschäftigt sich in diesem Projekt eingehend mit der Sensorik direkt an der Landmaschine und der Auswertung der so gewonnen Daten mittels Techniken des maschinellen Lernens. Die Besonderheit liegt hier darin, dass die entwickelten Modelle für das maschinelle Lernen direkt auf der Landmaschine ausgeführt und ggf. angepasst werden können. Dieses Prinzip ist als Edge-AI bekannt. Die Modelle für die Edge-AI werden dabei über eine GAIA-X-Schnittstelle über die Agri-Gaia-Plattform bezogen. Zusätzlich können Sensordaten GAIA-X konform an andere Modelle über eine Funkverbindung übertragen werden, um weitere Modelle in Agri-Gaia zu betreiben.

    Der Forschungsbereich Smart Enterprise Engineering (SEE), unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Thomas, begleitet das GAIA-X-Projekt von Beginn an. Professor Thomas und sein Team haben u.a. bei der Erarbeitung wichtiger GAIA-X-Basiskonzepte – wie der GAIA-X Technical Architecture – mitgewirkt. Im Projekt ForeSight ist der Forschungsbereich SEE insbesondere an der Erforschung von Smart-Living-Services beteiligt. Zusammen mit der Strategion GmbH wurde mit dem „intelligenten Türpförtner“ einer der ersten auf GAIA-X-Konzepten basierenden intelligenten Dienste entwickelt. Zudem konzipierte und implementierte der Forschungsbereich SEE gemeinsam mit der Strategion GmbH mit der Service Registry für das Datenökosystem Smart Living eine der ersten Umsetzungen eines sogenannten GAIA-X-Federated Services. Die Ergebnisse wurden u.a. auf dem Digital-Gipfel 2020 und dem GAIA-X-Summit 2020 vorgestellt. Das Projekt ForeSight besteht aus insgesamt 17 Konsortialpartnern und wird vom BMWi gefördert. Das Hauptziel ist, KI-Methoden in intelligenten und vernetzten Lebensräumen einzusetzen.

    Der Forschungsbereich Interactive Machine Learning (IML), unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Sonntag, ist nun durch das vom BMEL geförderte Vorhaben KI-Zucht auch an GAIA-X beteiligt. Es geht um Künstliche Intelligenz als Basis für die auf „Big Data basierte Pflanzenzüchtung der Zukunft“. Im gleichen Zuge wird am Forschungsbereich IML ein neues Projektfeld „Computational Sustainability & Technology“ gestartet (cst.dfki.de), um zentrale Bedarfe rund um die Themen Zukunfts- und Nachhaltigkeitstechnologie sowie Zukunftsfähigkeit, Robustheit und Elastizität durch IML-Methoden in verschiedene weitere Anwendungsdomänen zu bringen.

    Die vier Forschungsbereiche bedienen somit in ihren GAIA-X-Projekten die komplette Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis hin zur Marktreife in enger Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen Partnern, wobei zentrale gesellschaftliche Bedarfe erfüllt werden sollen. Dabei spielt die Identifizierung neu aufkommender Technologiefelder zur Daten- und Plattformökonomie (zum Beispiel Edge Computing) sowie Klima- und ressourcenschonende KI-Technologien, die nach wie vor sehr forschungsintensiv sind, eine wichtige Rolle. Um den Transfer in die Anwendung zu beschleunigen, ist darum auch eine gemeinsame Zusammenarbeit im standortübergreifenden DFKI-Kompetenzzentrum KI für Umwelt und Nachhaltigkeit (DFKI4planet) geplant.

    Bildmaterial
    Unter https://cloud.dfki.de/owncloud/index.php/s/6AZ82NiQ673bQda steht Ihnen ein Pressebild zum Download zur Verfügung. Dieses können Sie mit Nennung der hinterlegten Quellenangaben im Kontext der Berichterstattung über die genannten DFKI-Projekte gerne verwenden.

    Kontakt Hauptgeschäftsstelle DFKI-Labor Niedersachsen
    Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
    DFKI-Labor Niedersachsen
    Berghoffstraße 11
    49090 Osnabrück
    Deutschland
    E-Mail: info@dfki.de
    Telefon: +49 541 386050 0
    https://www.dfki.de/web/ueber-uns/standorte-kontakt/osnabrueck-oldenburg/

    Kontakt der Forschungsbereichsleiter
    Planbasierte Robotersteuerung
    Standortsprecher
    Prof. Dr. Joachim Hertzberg
    E-Mail: Joachim.Hertzberg@dfki.de
    Telefon: +49 541 386050 2251
    https://www.dfki.de/web/forschung/forschungsbereiche/planbasierte-robotersteueru...

    Marine Perception
    Prof. Dr. Oliver Zielinski
    E-Mail: Oliver.Zielinski@dfki.de
    Telefon: +49 441 99833 4710
    https://www.dfki.de/web/forschung/forschungsbereiche/marine-perception/

    Smart Enterprise Engineering
    Prof. Dr. Oliver Thomas
    E-Mail: Oliver.Thomas@dfki.de
    Telefon: +49 541 386050 4830
    https://www.dfki.de/web/forschung/forschungsbereiche/smart-enterprise-engineerin...

    Interaktives Maschinelles Lernen
    Prof. Dr.-Ing. Daniel Sonntag
    E-Mail: Daniel.Sonntag@dfki.de
    Telefon: +49 681 85775 5254
    https://www.dfki.de/web/forschung/forschungsbereiche/interaktives-maschinelles-l...

    Pressekontakt
    Unternehmenskommunikation Niedersachsen
    E-Mail: uk-ni@dfki.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Das DFKI-Labor Niedersachsen entwickelt innovative KI-Technologien u.a. für den Anwendungsbereich Agrar im Rahmen der europäischen Cloud-Initiative GAIA-X.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).