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17.04.2026 08:55

Universität Leipzig qualifiziert Lehrkräfte für Gemeinschaftsschulen

Nina Vogt Stabsstelle Universitätskommunikation / Medienredaktion
Universität Leipzig

    Angehende Lehrkräfte, die an der Universität Leipzig ein Studium für das Gymnasiallehramt absolvieren, haben ab sofort die Möglichkeit, sich zusätzlich für eine Tätigkeit an einer Gemeinschaftsschule zu qualifizieren. Seit dem Sommersemester können die Studierenden Lehrveranstaltungen in sogenannten Ergänzungsstudien belegen, in denen sie auf die spezifischen Bedingungen an Gemeinschaftsschulen vorbereitet werden.

    Zu den behandelten Themen in den Ergänzungsstudien zählen unter anderem der Umgang mit heterogenen Lerngruppen, fächerübergreifender Unterricht und Besonderheiten in der Lern- und Entwicklungsbegleitung. Auch Hospitationen und Praxisphasen in Projektschulen sind vorgesehen.

    „Die Universität Leipzig bietet damit eine neue Möglichkeit, Lehrkräfte für Gemeinschaftsschulen zu bilden. Wer bei uns das Lehramt an Gymnasien studiert, kann sich nun über die Ergänzungsstudien auf unkomplizierte Weise für diese zweite Option qualifizieren. So sorgen wir dafür, dass rasch zukünftige Lehrerinnen und Lehrer auf eine Tätigkeit an Gemeinschaftsschulen vorbereitet werden“, erklärt Prof. Dr. Brigitte Latzko, Prorektorin für Talententwicklung: Studium und Lehre an der Universität Leipzig.

    Die Universität Leipzig bietet Lehramtsstudiengänge für die Schulformen Grundschule, Oberschule, Sonderpädagogik, Gymnasium und berufsbildende Schulen an. Die Ergänzungsstudien zu den Aspekten der Gemeinschaftsschule werden seit dem Sommersemester 2026 im Rahmen des Lehramtsstudiengangs Gymnasium angeboten. Zurzeit sind 57 Studierende hierin eingeschrieben. Beim Leipziger Hochschultag für Studieninteressierte am 9. Mai 2026 um 11 Uhr wird Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie, im Audimax der Universität über Einsatzmöglichkeiten von Lehrkräften an Gemeinschaftsschulen informieren. Stadt und Universität bilden ein starkes Team in der Leipziger Bildungslandschaft.

    Die Gemeinschaftsschule wurde durch das „Gesetz zur Einführung der Gemeinschaftsschule“ 2020 im Freistaat Sachsen eingeführt. In dieser Schulart lernen Schüler:innen auch nach der 4. Klasse weiterhin gemeinsam, statt ihre Schullaufbahn nach der Grundschule entweder am Gymnasium oder an der Oberschule fortzusetzen. Entsprechend ihren Leistungsmöglichkeiten, Begabungen und Bildungsabsichten werden die Schüler:innen in gemeinsamen Klassen individuell gefördert. Sie können nach der 9. Klasse den Hauptschulabschluss, nach der 10. Klasse den Realschulabschluss und am Ende der 12. Klasse die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erwerben.

    Im Schuljahr 2024/25 gab es fünf Gemeinschaftsschulen in Sachsen. Die Schülerzahlen stiegen laut dem Statistischen Landesamt zuletzt um 16,2 Prozent auf über 1.900.


    Weitere Informationen:

    https://www.uni-leipzig.de/studium/im-studium/lehramtsstudium/lehramt-an-gymnasi... Informationen zum Studiengang Lehramt an Gymnasien an der Universität Leipzig
    https://www.uni-leipzig.de/studium/vor-dem-studium/studienorientierung-und-vorbe... Leipziger Hochschultag am 9. Mai 2026


    Bilder

    In Gemeinschaftsschulen lernen Schüler:innen auch nach der 4. Klasse weiterhin gemeinsam.
    In Gemeinschaftsschulen lernen Schüler:innen auch nach der 4. Klasse weiterhin gemeinsam.

    Copyright: Colourbox (Symbolbild)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, jedermann
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Organisatorisches, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    In Gemeinschaftsschulen lernen Schüler:innen auch nach der 4. Klasse weiterhin gemeinsam.


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