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26.06.2026 12:04

TUM Presidential Entrepreneurship Award für Raumfahrt-Start-up

Klaus Becker Corporate Communications Center
Technische Universität München

    Für die Entwicklung eines Satellitensystems, mit dem Waldbrände entdeckt werden können, ist das Start-up OroraTech mit dem TUM Presidential Entrepreneurship Award ausgezeichnet worden. Ins Finale der Preisverleihung kamen zudem DeepDrive mit einem hocheffizienten Elektromotor und Lio Technologies mit KI-Agenten, die in Unternehmen den Einkauf erleichtern. Verliehen wurde der Preis beim TUM Entrepreneurship Day.

    Im Jahr 2025 haben Forschende, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Technischen Universität München (TUM) 115 Start-ups gegründet – ein neuer Rekord. Die Gründungsbegeisterung ist ungebrochen: Auch die Zahl der Erstberatungen bei der TUM Gründungsberatung lag mit rund 500 so hoch wie noch nie. 32 Bewilligungen für EXIST-Gründungsstipendien gingen im vergangenen Jahr an die TUM – mit Abstand der Höchstwert bundesweit. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert mit diesen Stipendien Ausgründungen von Hochschulen, wenn diese die Teams unterstützen.

    Mehr als 40 Ausgründungen präsentierten sich den rund 1.500 Besucherinnen und Besuchern des TUM Entrepreneurship Day. Die Akteurinnen und Akteure des Münchner Innovationsökosystems diskutierten unter anderem über Quantentechnologie-Gründungen. TUM-Forschende stellten eine neue Studie dazu vor, welche Universitäten die Start-up-Landschaft prägen. Live übertragen wurde die Konferenz „From Lab to Launch – Unleashing Academic Start-ups“, bei der am TUM Campus Heilbronn internationale Gäste über neue Wege für Spin-offs berieten, darunter Forschende der Universitäten in Oxford, Cambridge, Stanford und Berkeley sowie des Imperial College London.

    Einer besonders vielversprechenden Ausgründung wurde der TUM Presidential Entrepreneurship Award verliehen. Mit dem Preis werden Geschäftsideen ausgezeichnet, die maßgeblich auf Forschungsergebnissen beruhen, ein hohes Wachstumspotenzial haben und erste Finanzierungserfolge vorweisen können. Er ist mit 10.000 Euro dotiert, gestiftet vom Verein Freunde der TUM.

    Preisträger: OroraTech

    Die Zahl der Waldbrände nimmt aufgrund des Klimawandels zu – mit massiven ökologischen, humanitären und wirtschaftlichen Folgen. Entscheidend für ihre Bekämpfung ist, dass sie frühzeitig erkannt werden. OroraTech hat dafür ein Frühwarnsystem aufgebaut. 19 eigene Kleinsatelliten hat das Start-up ins All geschickt, ausgestattet mit Infrarotkameras. Während klassische Wettersatelliten eine relativ niedrige Auflösung und geringe Wiederholraten bieten, können die Satelliten von OroraTech Waldbrände ab der Größe eines Autos erkennen und jeden Punkt der Erde mehrmals täglich beobachten. Die Kundinnen und Kunden, beispielsweise Zivilschutzbehörden oder Forstunternehmen, bekommen deshalb in kürzester Zeit Informationen über entstehende Brände.

    Das 2018 gegründete Unternehmen ist erfolgreich am Markt, auch mit einem Standort in den USA. Drei der vier Gründer haben sich als Studierende der Elektrotechnik beziehungsweise Informatik an der TUM kennengelernt. In der Studentischen Forschungsgruppe WARR MOVE, die eigene Nanosatelliten entwickelt, legten sie die Grundlage für ihre Technologie. Bei der Weiterentwicklung und Gründung wurden sie von den Lehrstühlen für Raumfahrttechnik und für Messystem- und Sensortechnik, von der TUM Gründungsberatung und dem „Manage and More“-Programm bei UnternehmerTUM unterstützt.

    Finalist: DeepDrive

    Eine Hürde der Mobilitätswende sind nach wie vor die Reichweiten und die Kosten von Elektroautos. DeepDrive hat deshalb eine neue Motorkonstruktion mit einem Doppelrotor entwickelt, die lange als nicht realisierbar galt. Mit der Technologie kann eine höhere Drehmomentdichte erreicht werden, größere Mengen an Material können eingespart werden. So will das Start-up die Antriebe von Elektroautos effizienter und kostengünstiger machen.

    Sechs der sieben Gründer haben an der TUM Maschinenwesen, Elektrotechnik oder Management & Technology studiert. Zusammengefunden haben sie im TUfast Racing Team, in dem Studierende eigene Autos für die Rennen der internationalen Formula Student konstruieren. DeepDrive wurde in mehreren UnternehmerTUM-Programmen gefördert.

    Finalist: Lio Technologies

    Beschaffungsprozesse sind für viele Unternehmen aufwendig und zeitraubend. Mögliche Lieferanten müssen recherchiert, Ausschreibungen erstellt, Angebote verglichen, Preise verhandelt und Rechnungen gestellt werden. Lio Technologies hat KI-Agenten entwickelt, die all diese Schritte übernehmen und damit den Einkauf weitgehend automatisieren können. Das Start-up hat bereits Kundinnen und Kunden aus zahlreichen Branchen.

    Gründer Lukas Heinzmann studierte Informatik und Management an der TUM und lernte Co-Gründer Vladimir Keil, der an der LMU studierte, in einem UnternehmerTUM-Seminar kennen. Gefördert wurde das 2023 gegründete Start-up unter anderem im TUM Venture Lab Software & AI.


    Weitere Informationen:

    https://www.tum.de/innovation/entrepreneurship Gründungsförderung an der TUM
    https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/start-ups... Studie „Entrepreneurial Impact of Academic Institutions“
    https://lab2launch.de/ Konferenz „From Lab to Launch – Unleashing Academic Start-ups“
    Video mit den Finalisten
    https://mediatum.ub.tum.de/1857244 Foto für die redaktionelle Berichterstattung


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Meer / Klima, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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