Huygens-Landesonde auf dem Weg zur Oberfläche des Titan

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27.12.2004 10:11

Huygens-Landesonde auf dem Weg zur Oberfläche des Titan

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Bulmahn: "Mission soll neue Erkenntnisse über Erdentstehung bringen"

    Die Bundesforschungsministerin und Ratsvorsitzende der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Edelgard Bulmahn hat den Beginn der Landephase der europäischen Sonde Huygens zum Saturn-Mond Titan als bedeutenden Erfolg für die europäische Raumfahrt gewürdigt. "Die Mission soll uns neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erde liefern", sagte Bulmahn am Samstag in Berlin.

    Die Sonde hatte sich um 04:08 Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) erfolgreich vom amerikanischen Cassini-Orbiter getrennt. Der finanzielle Anteil Deutschlands an der Cassini/Huygens-Mission beläuft sich auf rund 115 Millionen Euro, die europäischen Gesamtkosten für die Huygens-Sonde liegen bei etwa 400 Millionen Euro.

    Die Mission ist im Oktober 1997 gestartet und befindet sich nun in einer Entfernung von rund 1,5 Milliarden Kilometern zur Erde. Bis zum 14. Januar 2005 wird sie sich dem Saturnmond Titan nähern und nach einem Flug durch seine dichte Atmosphäre gegen 11:30 Uhr MEZ landen. Dann sollen auch die ersten Bilder von der noch kaum erforschten Oberfläche des Saturn-Mondes gesendet werden. Der Titan ist mit 5.150 Kilometer Durchmesser der größte Trabant des Ringplaneten. Er ist der einzige Mond in unserem Planetensystem mit einer dichten Atmosphäre.

    Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind führend an seiner Erkundung beteiligt. Möglicherweise findet sich dort eine Schicht organischen Materials und damit chemische und biologische Verhältnisse, die der auf der Erde vor etwa vier Milliarden Jahren ähneln. Deutschland hat eine Vielzahl von Messinstrumenten und -komponenten geliefert und arbeitet an zahlreichen Experimenten mit. Beteiligt sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institute der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die deutsche Raumfahrtindustrie sowie die Universität Köln, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dresden und die Universität Bonn.

    Mehr Informationen finden Sie im Internet unter:
    http://www.esa.int/export/esaCP/SEMK41ADFZD_Germany_0.html


    Weitere Informationen:

    http://www.bmbf.de/press/1344.php


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


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