Schwarze Befreiung in Amerika

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11.03.1999 14:17

Schwarze Befreiung in Amerika

Norbert Frie Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

    Ein internationaler Kongreß über "Black Liberation in the Americas" findet vom 18. bis 21. März an der Universität Münster statt.

    Menschen afrikanischer Herkunft waren in der amerikanischen Geschichte nicht nur passive Objekte von Unterdrückung, sondern stets auch aktive Architekten ihres Schicksals. Daß sie das System der Sklaverei nicht nur erlitten, sondern mit offener Rebellion und tagtäglichem Widerstand auch bekämpft haben, gilt als als eine der wichtigsten Erkenntnisse der amerikanischen Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts. Die schwarze Befreiungsbewegung auf dem amerikanischen Kontinent beschäftigt auch einen internationalen Kongreß, der vom "Collegium for African American Research" (CAAR) vom 18. bis 21. März 1999 in der Universität Münster veranstaltet wird.

    In der 1992 in Rom gegründeten wissenschaftlichen Gesellschaft haben sich rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 38 Ländern zusammengefunden, die im Bereich der "African American Studies" in Forschung und Lehre tätig sind. Ziel der Gesellschaft ist es, die Beiträge der nicht-amerikanischen Forschung zu diesem Thema zu fördern und zu koordinieren und die Kommunikation zwischen amerikanischen und außeramerikanischen Wissenschaftlern anzuregen. Präsidentin der Gesellschaft ist seit der Gründung im Jahr 1992 Prof. Dr. Maria Diedrich vom Englischen Seminar der Universität Münster.

    Bei der Tagung "Black Liberation in the Americas" in Münster geht es in Vorträgen, Referaten, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden um Sklaverei, Sklavenrebellionen und Widerstand, Literatur des Widerstands, um schwarze Befreiungsbewegungen des 20. Jahrhunderts, Migrationsbewegungen und schwarze Selbstemanzipation. Von besonderer Bedeutung ist es für die Veranstalter, mit dem Kongreß deutlich zu machen, daß sich die afro-amerikanische Welt nicht nur über den amerikanischen Kontinent erstreckt. Prof. Diedrich: "Die Geographie, Geschichte und Kulturen Afroamerikas können in ihrer Kompexität nur erfaßt und repräsentiert werden, wenn auch Afrika und Europa in die Diskussion eingeschlossen werden".

    Die rund 250 Teilnehmer kommen aus den Bereichen Geschichtswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaften, Anthropologie, Soziologie, Theologie und Musikwissenschaft. Auch die Bereiche Literatur, Film, Musik, Fotografie, Architektur und Malerei werden vertreten sein. Die CAAR-Kongresse zeichnen sich stets durch die aktive Einbindung von afro-amerikanischen Schriftstellern, Künstlern und Medienvertretern aus. Auch die Tagung in Münster wird umrahmt von Lesungen, einem Film- und Musikprogramm und einer Fotoausstellung. In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Münster gibt es am Freitag, 19. März 1999, ab 20 Uhr im Festsaal des Rathauses am münsterschen Prinzipalmarkt einen Abend über afro-amerikanische Kultur mit Literatur, Musik und Performance. Aus Anlaß des 100. Geburtstages des Schauspielers und Opernsängers Paul Robeson findet am gleichen Tag im Hörsaal H 1 am Hindenburgplatz ein Festival mit Filmen über und mit Paul Robeson statt.


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-muenster.de/Dezernat2/veranst/vst0304.htm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik, Recht, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Kongress "Black Liberation in the Americas" vom 18. bis 21. März in Münster


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