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20.09.2007 11:49

"Wirtschaft und Wissenschaft" - 500.000 Euro für Informatikprojekt

Dr. Manuela Rutsatz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Leipzig

    Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, hat das Projekt "Sys-Inno - Systematische Erschließung von Bottom-Up-Innovationen" der Universität Leipzig und die verbundenen Partner im Rahmen des Innovationswettbewerbs "Wirtschaft trifft Wissenschaft" ausgezeichnet. Mit der Ehrung verbunden ist die Förderung des Vorhabens mit 500.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Ziel ist die nachhaltige Stärkung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen in Ostdeutschland durch den verbesserten Transfer wissenschaftlicher und technischer Neuerungen.

    Tiefensee beabsichtigt mit dem Innovationswettbewerb "Wirtschaft trifft Wissenschaft", neue Ansätze für einen verbesserten Transfer wissenschaftlicher und technischer Innovationen in wirtschaftliche Anwendungen zu identifizieren und zu fördern. Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, die Position der Hochschulen in den neuen Ländern als "regionale Anker" in Innovationsprozessen zu stärken. Dabei ist der Innovationswettbewerb Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

    Im Rahmen des Wettbewerbs wurde eine erste Antragsrunde initiiert, in deren Ergebnis 157 Projektvorschläge zur Begutachtung eingereicht wurden. Die Auswahl der Projekte erfolgte durch eine unabhängige Expertenjury. Als besonders förderwürdig wurden elf Projekte ausgewählt, welche am 13. September in Berlin durch Bundesminister Tiefensee ausgezeichnet wurden.

    Als eines der ausgezeichneten Konzepte steht das am Institut für Informatik, Abteilung Betriebliche Informationssysteme der Universität Leipzig geplante Vorhaben "Sys-Inno - Systematische Erschließung von Bottom-Up-Innovationen", welches in Kooperation mit dem FTZ der FH Zwickau, der ATB GmbH Chemnitz sowie den Multiplikatoren KITD e.V. und ICM e.V. durchgeführt wird. Das Projekt und das in ihm vorgestellte Transferkonzept der "Bottom-Up-Innovation" ist das Ergebnis einer zehnjährigen nationalen und internationalen Forschungsarbeit auf dem Gebiet des Service-Engineering und Innovationsmanagements. Zielgruppen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Maschinen- und Anlagenbaus, IT-Häuser und mit beiden Branchen verbundene Dienstleister, die direkt in den Transferprozess einbezogen sind und durch ihren Bedarf die Prozessinhalte steuern.

    In einer Anlaufphase werden, ausgehend von Wertschöpfungsketten und Kundenbedürfnissen, fünf bis acht Unternehmen zu einem Innovationskreis zusammengefasst, die im aufzubauenden Innovationslabor in mehreren Phasen gemeinsam intelligente, wissensintensive Dienstleistungen entwickeln. In der Vorhabenslaufzeit sollen zirka 30 bis 40 Unternehmen direkt eingebunden werden. Über ein Graduierungskolleg wird ein organisatorischer Rahmen für mit dem Innovationslabor abgestimmte Seminare, Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten für Studierende und zu Graduierende bereitgestellt.

    Die beteiligten Unternehmen werden befähigt, in Verbünden intelligente, wissensintensive Dienstleistungen zu entwickeln und kundenorientiert zu vermarkten. Diese Dienstleistungen sind produktnah, fügen sich harmonisch in die sich entwickelnde Wirtschaftsstruktur ein und versprechen Wachstumsraten von fünf bis sieben Prozent in den nächsten zehn Jahren.
    weitere Informationen

    Institut für Informatik - Betriebliche Informationssysteme
    Prof. Dr. Klaus-Peter Fähnrich
    Telefon: 0341 97-32320
    E-Mail: faehnrich@informatik.uni-leipzig.de


    Weitere Informationen:

    http://www.bis.uni-leipzig.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    regional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


     

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