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Sommergefühle am Badesee oder Würstchengrill? Von wegen: Der Allergiker-Schrecken Ambrosia ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Die Pflanze mit dem englischen Namen "Ragweed" beginnt im Juli zu blühen und verlängert die Allergiesaison bis in den Oktober hinein. Ambrosia besitzt das stärkste aller Pollen-Allergene. Bereits zehn Pollenkörner pro Kubikmeter Luft reichen aus, um Kopfschmerzen, tränende und juckende Augen, Heuschnupfen, ja sogar Atemnot und Asthma hervorzurufen. Jede einzelne Ambrosiapflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen ausstoßen. Mit dem Wind fliegen sie nicht selten über 100 Kilometer weit.
Die rasante Ausbreitung der Ambrosia wird durch den Klimawandel begünstigt. In ganz Europa hat sich das einjährige Kraut inzwischen breit gemacht. Am 4. September 2006 fanden sich die ersten Pollen in der Pollenfalle der Freien Universität Berlin. Mit der Erwärmung, so fürchten Experten, wird sie sich dauer- und massenhaft auch in Deutschland festsetzen. Die Auswirkungen könnten dann auch hierzulande drastisch sein, wie erste Beispiele unserer europäischen Nachbarn zeigen: Im französischen Rhonetal reagieren bereit zwölf Prozent der Bevölkerung allergisch auf Ambrosia. In Norditalien beobachten Ärzte einen drastischen Anstieg von Asthma-Anfällen.
Was also tun? Wie den Kampf gegen die Pflanze aufnehmen? Wie dem Frontalangriff der Superpollen entgegentreten? Auf unserer Pressekonferenz berichten erfahrene Experten über den Klimawandel, die Bedrohung durch Ambrosia und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit.
Wann?
Donnerstag, den 5. Juni 2008, Beginn 11:00 Uhr
Wo?
Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin
Neuer Hörsaal, Carl-Heinrich-Becker-Weg 6-10, 12165 Berlin (Steglitz)
1. Statement: Immer wärmer - Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit
Referent: Dipl.-Meteorologe Thomas Dümmel, Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin
2. Statement: Ambrosia - Der Allergiker-Schrecken wird jetzt auch in Deutschland heimisch
Referent: Dr. Stefan Nawrath, Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg
3. Statement: Allergien: Heuschnupfen und Asthma - So helfen moderne Medikamente
Referent: Prof. Dr. med. Wolfgang Petro, Gesundheitszentrum Schlossberghof, Bad Reichenhall
Im Anschluss an die Pressekonferenz haben Sie die Möglichkeit, einen Blick durchs Mikroskop zu werfen und Pollen "live" zu sehen, unsere Pollenfalle zu besichtigen und sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken.
Wir freuen uns, Sie bei uns zu begrüßen.
Ansprechpartner:
Thomas Dümmel, Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin,
Tel. (030) 83871200, td@met.fu-berlin.de
Annette Menzel, MSD SHARP & DOHME GMBH, Haar,
Tel. (089) 45611353, anette_menzel@msd.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Geowissenschaften, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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