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Stuttgarter Physiker erzeugen auf einem quasikristallinen Lichtgitter eine Struktur, die gleichzeitig kristalline und quasikristalline Merkmale trägt
Ordnung schmeichelt dem Auge, zu viel Ordnung wirkt dagegen schnell langweilig. Daher finden sich in der islamischen Architektur häufig Ornamente, die zwar streng geordnet aber nicht periodisch sind. Solche Strukturen treten auch in bestimmten Materialien, sogenannten Quasikristallen auf. In einem Lasergitter mit quasikristalliner Struktur haben Physiker der Universität Stuttgart und des Max-Planck-Instituts für Metallforschung nun eine Monolage von Kolloidteilchen, winzige Plastikkügelchen, gefangen. Welches Muster die Teilchen dabei formten, hing von der Stärke des Lichtgitters ab. Bei hoher Intensität bildete sich ein quasikristallines Muster, bei niedrigen ordneten sich die Teilchen streng periodisch wie in einem Kristall an. Besonders überrascht hat die Forscher, was sie bei mittlerer Laserintensität beobachteten: ein Muster, das einer sogenannten Archimedischen Kachelung ähnelt, und sowohl kristalline als auch quasikristalline Elemente vereint. Da sich Quasikristalle und Kristalle in ihrem physikalischen und chemischen Verhalten deutlich unterscheiden, ist zu vermuten, dass die beobachtete neue Phase über interessante und bislang nicht beobachtete Eigenschaften verfügt. (Nature, 24. Juli 2008, doi: 10.1038/nature07074)
http://goto.mpg.de/mpg/pri/20080721/
Licht in einem mustergültigen Gitter: Die Stuttgarter Physiker überlagern fünf Laserstrahlen zu eine ...
Quelle: Bild: Ingrid Schofron (MPI für Metallforschung) & Jules Mikhael (Universität Stuttgart)
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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