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14.11.2008 11:02

Gastprofessur "Informatik aus Sicht der Gender Studies" an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel

Evelyn Meyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

    Im Rahmen des Maria-Goeppert-Mayer Programms für internationale Frauen- und Geschlechterforschung ist im Wintersemester 2008/09 Dr. Cecile Crutzen aus den Niederlanden als erste Gastprofessorin am Fachbereich Informatik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel tätig.

    Dieses Programm wird vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover finanziert und ist nach der aus Göttingen stammenden Physik-Nobelpreisträgerin Maria Goeppert Mayer benannt. Es verfolgt das Ziel, das Lehrangebot der Hochschulen durch Themen und Ergebnisse der Geschlechterforschung zu erweitern und neue inhaltliche Impulse zu setzen. Was ist das Neue daran?

    Der Blickwinkel einer Diversity-Perspektive bildet die Realität und Vielfalt dieser Welt umfassend ab und macht die Unterschiede deutlich, die zwischen einzelnen Gruppen der Gesellschaft bestehen, zum Beispiel in Bezug auf das Geschlecht, die Kultur, das Alter, die Religion. Hier bestehen unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse, Zugangsweisen zur Technik, Erwartungen an die Produktgestaltung sowie Interessen an einer Fachkultur. Wenn dies alles angemessen berücksichtigt wird, entsteht ein enormer Effizienzgewinn in der genauen Zielgruppenorientierung des jeweiligen Vorhabens.

    Für die Fachhochschule sind diese Themen wichtig, um die Studienangebote für möglichst viele Menschen gleichermaßen attraktiv zu machen und um mehr Studentinnen für die technischen Fächer zu interessieren und mehr Studenten für die sozialen.

    Dr. Cecile Crutzen, Mathematikerin und Informatikerin, ist eine ausgewiesene Expertin im Themenbereich Informatik und Gender Studies. An der Open Universiteit Nederland hat sie den Forschungsschwerpunkt "Mensch, Computer, Gesellschaft" gegründet und zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema verfasst. Ihre kritische Analyse von E-Learning Produkten und den dort vorhandenen Paradigmen sowie ihre Seminare über Ambient Intelligence oder Interaktionsprozesse in der Informatik stellen eine große Bereicherung des Lehrangebots in der Informatik dar. Sie geben Einblicke in die Auseinandersetzung von Interdisziplinarität, Geschlechterforschung und Reflexion von Technikentwicklung.

    In ihrer Antrittsvorlesung "Macht, Gender, Unterschied in der Technologie?" am 12. November machte Dr: Crutzen wichtige Vorschläge zur Reform des Curriculums und regte damit anschließend eine ausführliche Diskussion der vorgetragenen Thesen an.


    Bilder

    Dr. Cecile Crutzen
    Dr. Cecile Crutzen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    regional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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