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01.12.2008 12:49

Wie geht es dem Planeten Erde?

Dr. Anne Hardy Marketing und Kommunikation
Goethe-Universität Frankfurt am Main

    Aktuelle Ausgabe von "Forschung Frankfurt" zu Klima, Biodiversität, Ressourcenmanagement und Emissionshandel

    FRANKFURT. Im Jahr des Planeten Erde möchten die Vereinten Nationen den Menschen das vielfältige Wissen über unseren Planeten näher bringen. Die Goethe-Universität nimmt dieses Anliegen und die in diesen Tagen stattfindende internationale Konferenz der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls im polnischen Poznan zum Anlass, ihre vielfältigen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet zu präsentieren. In der neuen Ausgabe von "Forschung Frankfurt" diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Fragen: Wie wird sich das Klima ändern, und welche Folgen hat das für die Gemeinschaft der Lebewesen auf der Erde? Wie lassen sich Wirtschaftswachstum und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen vereinbaren? Kann man genügend Nahrungsmittel produzieren, ohne die Artenvielfalt zu zerstören? Warum ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen eine wesentliche Voraussetzung, um Wohlfahrt und gesellschaftlichen Fortschritt in allen Teilen der Welt zu erreichen? Die Autoren zeigen mögliche Lösungswege auf und vermitteln Wissen, auf dessen Grundlage Gesellschaften Entscheidungen treffen und Kompromisse aushandeln können.

    Die Prognosen von Klimamodellen sind unsicher, aber auch im günstigsten Fall ist es höchste Zeit zu handeln - darin sind sich der Frankfurter Meteorologe Prof. Christian Schönwiese und der Paläontologe und Senckenberg-Direktor Prof. Volker Mosbrugger einig. In einem Interview zum Klimawandel sagt Schönwiese die Häufung extremer Wetterereignisse voraus. Mosbrugger diskutiert anhand paläontologischer Erkenntnisse, wie Lebewesen im Verlauf der Erdgeschichte auf Klimaänderungen reagiert haben und was das künftig für die Artenvielfalt auf der Erde bedeuten könnte. Weitgehend unerforscht ist, wie die Vielzahl mariner Ökosysteme auf die Erwärmung und Verschmutzung durch den Menschen reagiert. Der Frankfurter Meeresbiologe Prof. Michael Türkay zeigt, dass man durch Langzeitbeobachtungen von Lebensgemeinschaften, beispielsweise in tropischen Korallenriffen, Indikator-Organismen finden kann, die schon frühzeitig vor einem Umkippen des Systems warnen.

    Es braucht innovative Instrumente und Modelle, um die gravierenden Probleme der Menschheit lösen zu können, dazu gehören beispielsweise auch der virtuelle Wasserhandel und die neuen weltweit handelbaren Emissionszertifikate. Unsere Sozial- und Naturwissenschaftler suchen nicht nur im transdisziplinären Dialog nach Lösungsansätzen; sie kooperieren auch mit den politischen Akteuren auf internationaler und lokaler Ebene. Denn - wie es der Humangeograf Christian Berndt in seinem Beitrag treffend formuliert - "mit ökonomischer Internationalisierung und modellförmigen Märkten sind die neuen Realitäten nur unzureichend beschrieben; es gilt die Vielfalt der unterschiedlichen Akteure in den Blick zu nehmen". Dem kommen die Autorinnen und Autoren in dieser Ausgabe unseres Wissenschaftsmagazins in eindrucksvoller Weise nach.

    Einige weitere Themen:

    Prof. Carola Hilmes
    Reiseliteratur: Die Erforschung der Welt - Expeditionen und Erfahrungen

    Prof. Frank Brenker, Christian Vollmer und Sylvia Schmitz
    Kosmischer Staub im Nanolabor

    Prof. Joachim Curtius und Dr. Heinz Bingemer
    Wie in Wolken der Regen entsteht

    Prof. Susanne Heeg
    Megacities am Rande des Kollaps?

    Prof. Uta Ruppert
    "Gender makes the World go round" - Frauenarbeit als Fundament von Weltentwicklung

    Prof. Peter Lindner, Stefan Ouma
    Kleinbauern, Regionalentwicklung und der neue globale Agrarmarkt

    Prof. Petra Döll
    Wasser weltweit - wie groß sind die globale Süßwasserressourcen und wie nutzt sie der Mensch?

    Prof. Rainer Durth
    Der Handel mit Emissionszertifikaten

    Dr. Regina Allwinn
    Infektionskrankheiten als Mitbringsel

    Informationen: Anne Hardy und Ulrike Jaspers, Abteilung Marketing und Kommunikation, Campus Bockenheim, Telefon 069-798 22472, E-Mail: hardy@pvw.uni-frankfurt.de oder jaspers@pvw.uni-frankfurt.de

    Soeben erschienen:
    Wissenschaftsmagazin Forschung Frankfurt 3/2008
    Schwerpunktthema "Planet Erde"

    Kostenlos anfordern (Erscheinungstermin 15.12.2008):
    steier@pvw.uni-frankfurt.de

    Ab sofort bereits im Internet:
    www.muk.uni-frankfurt.de/Publikationen/FFFM/2008/

    Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.

    Herausgeber: Der Präsident
    Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
    60054 Frankfurt am Main
    Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation
    Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30,
    E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
    Internet: www.uni-frankfurt.de


    Weitere Informationen:

    http://www.muk.uni-frankfurt.de/Publikationen/FFFM/2008/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Geowissenschaften, Gesellschaft, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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