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03.12.2008 11:22

Hightech statt Tierversuch

Dr. Bärbel Adams Pressestelle
Universität Leipzig

    Mit einem winzigen 3-D-Biochip ist jetzt der Lehrstuhl "Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik" von Professor Andrea Robitzki am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig zum "Ausgewählten Ort im Land der Ideen" gekürt worden. Damit ist er Teil der Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen", die von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen", ins Leben gerufen wurde. Ihre Idee trägt Professor Robitzki auf einer öffentlichen Veranstaltung im Mai 2009 vor.

    Mit einem winzigen 3-D-Biochip ist der Lehrstuhl "Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik" von Professor Andrea Robitzki am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig zum "Ausgewählten Ort im Land der Ideen" gekürt worden. Damit ist er Teil der Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen", die von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen", ins Leben gerufen wurde. Ihre Idee trägt Professor Robitzki auf einer öffentlichen Veranstaltung im Mai 2009 vor.

    Als einer der "Ausgewählten Orte" wird das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum der Universität Leipzig unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler im Jahr 2009 Deutschland als das "Land der Ideen" repräsentieren und die Innovationsfreude unseres Landes erlebbar machen. Aus Anlass der Preisverleihung im Mai 2009 wird Professorin Robitzki den von Ihr entwickelten 3D-Biochip zur Wirkstofftestung im Rahmen eines Vortrags einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, ihr Forscherteam wird für Fragen zur Verfügung stehen.

    Für den Laien sieht er aus wie ein ganz gewöhnliches Computerbauteil, doch der zwei mal zwei Zentimeter große Biochip hat viel mehr zu bieten als ein ganz normaler Speicherchip. Er kann innerhalb von Millisekunden Gewebeproben auf die Wirkung von Arzneimitteln, etwa Krebsmedikamenten, testen. Dafür bräuchte man im Labor mit mikroskopischen Untersuchungen von Gewebeschnitten mehrere Wochen. Auch die Arzneimittelentwicklung könnte der Chip revolutionieren. Bisher ein langer und steiniger Weg: Von Millionen von Wirkstoffkandidaten werden in aufwändigen Verfahren ungeeignete Stoffe herausgefiltert. Die verbleibenden werden in klinischen Tierversuchen getestet. Zehn bis 15 Jahre kann es derzeit noch dauern, bis die Marktreife eines Medikamentes erreicht ist. Die Hoffnung der Forscher: Mit dem Chip des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums in Leipzig könnte nicht nur die Entwicklungszeit enorm verkürzt, sondern außerdem die Zahl der notwendigen Tierversuche reduziert werden.

    Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" betont die Stärken des Standortes Deutschland und spiegelt wesentliche Eigenschaften der Deutschen wider: Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken. Die Initiative wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und führende Unternehmen.
    weitere Informationen

    Prof. Dr. Andrea Robitzki
    Telefon: 0341 97-31240
    E-Mail: andrea.robitzki@bbz.uni-leipzig.de
    www.uni-leipzig.de/~dmpt


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Informationstechnik
    überregional
    Organisatorisches, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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