idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt gemeinsamen Förderantrag der
Freien Universität Berlin und des Deutschen Archäologischen Instituts
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen gemeinsamen Förderantrag des Instituts für Klassische Archäologie / Exzellenzcluster "Topoi" der Freien Universität Berlin und des Architekturreferats des Deutschen Archäologischen Instituts für ein wissenschaftliches Netzwerk genehmigt. Die Plattform "Fokus Fortifikation: Antike Befestigungen im östlichen Mittelmeerraum" wird drei Jahre lang den Austausch von rund 15 Nachwuchswissenschaftlern fördern.
Die Forscher beschäftigen sich aus archäologischer, bauforscherischer oder althistorischer Perspektive mit antiken Befestigungen in Griechenland, Kleinasien und dem Vorderen Orient. Sie erhalten durch das Netzwerk die Möglichkeit, bei sechs Treffen in Deutschland, Griechenland, in der Türkei und in Syrien gemeinsame Fragestellungen an den jeweils von ihnen untersuchten Objekten vor Ort zu bearbeiten. Neben der DFG unterstützen unter anderem der Exzellenzcluster "Topoi", das Deutsche Archäologische Institut, die École Suisse d'Archéologie en Grèce und die Ephesos-Grabung des Österreichischen Archäologischen Instituts die Arbeit des Netzwerkes.
Thema der Plattform ist die Erforschung von Befestigungen im östlichen Mittelmeerraum von der späten Bronzezeit bis in die Spätantike. Die betreffenden Bauwerke stammen aus verschiedenen antiken Kulturen. Diese waren in vielfältiger Weise vernetzt oder in Konflikte eingebunden, sodass Austausch und Beeinflussung der Befestigungsanlagen in ihrem Wechselspiel mit Neuerungen in der Belagerungstechnik untersucht werden können. Befestigungen bilden dabei eine ganz eigene Gattung von Monumenten, da sich trotz der Unterschiede in Entstehungszeit, Ausführung und kulturellem Kontext immer wieder ähnliche Forschungsfragen stellen. Diese sind beeinflusst durch die schiere Dimension dieser kilometerlangen Monumente, aber auch durch die große Zahl von naturräumlichen, kulturellen und politischen Faktoren, die Bauprozess, technisch-architektonische und ästhetisch-stilistische Formen sowie die vielschichtigen Funktionen der Befestigungen beeinflussen.
Das erste Treffen des Netzwerks fand bereits Ende Oktober zum Thema "Methoden der Befestigungsforschung" in Cottbus statt. Das nächste Treffen ist für April 2009 in Athen geplant. Die Ergebnisse der Netzwerkarbeit werden im Internet und in einer gemeinsamen abschließenden Publikation veröffentlicht.
Sprecher des Netzwerkes:
o Dr. Silke Müth, Freie Universität Berlin/Exzellenzcluster "Topoi", Tel.: 030/ 838-56579, E-Mail: silke.mueth@fu-berlin.de
o Dr. Peter Schneider, Deutsches Archäologisches Institut (Architekturreferat), Tel.: 030 / 187711-137, E-Mail: ps@dainst.de
Pressekontakt:
o Dipl.-Ing. Mike Schnelle, Deutsches Archäologisches Institut (Orient-Abteilung), Tel. 030 / 187711-111, E-Mail: ms@orient.dainst.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften
überregional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).