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12.12.2008 09:02

Kurzerzählungen des Mittelalters werden ediert

Gabriele Rutzen Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

    Kurzerzählungen des Mittelalters werden ediert
    Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neues Langzeitprojekt

    Mit einem Förderzeitraum von voraussichtlich acht Jahren unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Langzeitprojekt der Abteilung für Ältere Deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln zusammen mit der Universität Tübingen: Anfang 2009 startet die "Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik des 13. und 14. Jahrhunderts", Projektleiter der Kölner Arbeitsgruppe ist Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegel vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur I.
    Bei den Texten handelt es sich um über Jahrhunderte beliebte Kurzerzählungen, sogenannte Mären, verfasst von Autoren wie dem Stricker oder Konrad von Würzburg, meistens jedoch anonym. Durch ihre schwankhafte Thematik und den amüsanten Tonfall stößt die Versnovellistik des Mittelalters zunehmend auf großes Interesse unter Mediävisten. Unprätentiöse Sprache und pointierte Kürze zeichnen die Texte über List- und Betrugshandlungen, oft mit erotischem Hintergrund, aus. Insgesamt 171 Verstexte mit knapp 60.000 Versen sollen editiert und kommentiert werden, sodass sie auch für Nichtfachleute verständlich sind. Neben einer Edition in Buchform, vorgesehen sind vier Textbände sowie ein Überlieferungs- und Registerband, wird es eine elektronische Ausgabe im Internet geben. Somit soll zukünftig die gesamte deutschsprachige Versnovellistik des Mittelalters nach heutigem Standart zugänglich gemacht werden.
    Mit dieser langfristigen Unterstützung werden, so die DFG, "Leuchtturmprojekte" gefördert, "die ein hohes fachliches Gewicht haben, die Forschungsaktivitäten der Beteiligten in besonderer Weise fokussieren und mit Hilfe einer Förderdauer, die ansonsten nur bei Sonderforschungsbereichen möglich ist, das Forschungsprofil der jeweiligen Institute, an denen die Projekte angesiedelt sind, in hohem Maße mitprägen".

    Bei Rückfragen: Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegeler
    Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
    der Universität zu Köln
    Tel.: 0221-4702668
    E-Mail: h-j.ziegeler@uni-koeln.de

    Verantwortlich: Felicitas Assmuth


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik
    regional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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