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Wissenschaft
Ab den Wintersemester beginnt an der Frankfurter Goethe-Universität ein Studiengang, der Einblicke in ein junges, faszinierendes Forschungsgebiet gibt. Das jüngste CHE-Ranking bescheinigt gute Studienbedingungen im Fachbereich Geowissenschaften.
FRANKFURT. "Globalisierung" ist ein allgegenwärtiges Schlagwort. Aber was bedeutet sie für Städte und Regionen? Welche Herausforderungen bringt sie für die Menschen mit sich und welche sozio-ökonomischen Verwerfungen gehen damit einher? Diese und weitere spannende Fragen stehen im Mittelpunkt des im Wintersemester 2009 beginnenden Masterstudiengangs "Geographie der Globalisierung - Märkte und Metropolen". Abwechslungsreich und innovativ setzt sich das viersemestrige Studium aus Projekt- und Praxisseminaren zusammen, schließt Lehrveranstaltungen mit Experten aus Wirtschaft und Politik ein und vermittelt einen Blick auf Globalisierung im Licht aktueller sozialwissenschaftlicher Theorieansätze. Fester Bestandteil ist außerdem ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule - oder alternativ eine Zusatzqualifikation in einem Nebenfach in Frankfurt am Main.
"Der neue Masterstudiengang gibt Einblicke in einen noch relativ jungen Forschungsbereich mit einer faszinierenden Bandbreite an Themen", verspricht Prof. Peter Lindner, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Humangeographie, "von der Frankfurter Kreativwirtschaft über globale Immobilienmärkte und städtische Sicherheitspolitiken bis hin zur Transformation in Russland und Bio-Mango-Bauern in Ghana". Das begeistert auch Stefan Ouma, seit 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie: "Wir beschäftigen uns mit den komplexen Wirkungszusammenhängen der Globalisierung und machen sie beziehungsweise aus ihr resultierende Konflikte greifbar - und können hiermit auch die Diskussion möglicher Lösungsansätze anstoßen." Vor allem der Zusammenhang zwischen globalen Wertschöpfungsketten, privaten Regulierungssystemen und Regionalentwicklung interessiert den Nachwuchsforscher, der derzeit über transnationale Agrarmärkte in Ghana promoviert. Angesichts von weltweiten Lebensmittelkrisen und "Bio-Boom" ein hoch aktuelles und noch wenig erforschtes Thema, zu dem Ouma gerade seine Dissertation verfasst.
Noch bis zum 31.07.2009 können sich Interessenten bewerben, denen sich mit dem international anerkannten Abschluss "Master of Arts in Geographie" vielfältige Berufsfelder eröffnen: Absolventen qualifizieren sich je nach Vertiefungsrichtung (Wirtschaftsgeographie oder Geographische Stadtforschung) für Tätigkeiten im Bereich Öffentliche Verwaltungen, Verbände, Nichtregierungsorganisationen, Privatwirtschaft oder Universitäten und Forschungseinrichtungen. Wie das CHE-Hochschulranking den Frankfurter Geographen kürzlich bescheinigt hat, erwarten die Bewerber gute Studienbedingungen: Drei der fünf von der ZEIT besonders herausgestellten Indikatoren "Forschungsreputation", "Forschungsgelder", "Exkursionen", "Betreuung" und "Studiensituation insgesamt" wurden im Mai 2009 mit "grün" als hervorragend bewertet. Lediglich zwei Institute in Deutschland haben insgesamt besser abgeschnitten.
Dies ist nicht nur eine bemerkenswerte Leistungsverbesserung im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2006, sondern auch ein wichtiges Qualitätsurteil, das Interessenten im sich weiter diversifizierenden Studienangebot in Deutschland Orientierung bietet. Denn auch bei den Studierenden in Frankfurt am Main kann der Fachbereich Geographie aktuell eindeutig "punkten" - und damit geben sich die Verantwortlichen nicht zufrieden: "Über dieses sehr positive Ergebnis freuen wir uns natürlich. Gleichwohl erkennen wir in einigen Punkten noch Handlungsbedarf und nutzen die Chancen, die uns die grundlegende Studienreform - Stichwort "Bologna" - bietet, um unser Angebot weiter zu entwickeln und für Studierende noch attraktiver zu machen", erläutert Prof. Peter Lindner.
Informationen: Prof. Peter Lindner, Institut für Humangeographie, Campus Bockenheim, Tel.: (069)-798-22663 plindner@uni-frankfurt.de
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
Internet: www.uni-frankfurt.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geowissenschaften, Gesellschaft
überregional
Studium und Lehre
Deutsch

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