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Wissenschaft
Für die Restaurierung ihres bedeutenden historischen Kunstbesitzes ist die Universität Leipzig in hohem Maße auf Zuschüsse und Spenden angewiesen: Die oftmals monumentalen Kunstwerke, die künftig auf dem neuen Campus am Augustusplatz gezeigt werden, erfordern sechsstellige Summen. Um so erfreulicher ist die Nachricht, dass die Gesamtsumme des Spendenaufkommens dieser Tage die 500.000 Euro-Marke überschritten hat.
Zu den Großfördern zählen das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Denkmalpflege des Freistaates Sachsen, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die Rudolf-August Oetker Stiftung, die Firma Georg Fischer Automotive in Leipzig sowie Dr. jur. Christian Olearius und die Warburg-Melchior-Olearius Stiftung, Hamburg. Durch das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnten weitere Sponsoren und Spender gewonnen werden, darunter Firmen, Unternehmer, Vereine, Serviceclubs und Privatpersonen. So hat auch die Generalbundesanwältin Prof. Monika Harms zusammen mit ihrem Mann die Restaurierung eines Epitaphs übernommen.
Aufgrund der großzügigen Unterstützung schreitet die Realisierung des Kunstkonzepts für den Universitätscampus am Augustusplatz zügig voran. Etwa 100 Werke aus der Zeit zwischen 1500 und 1975 werden dort künftig zu sehen sein.
Besonders arbeitsaufwendig sind die mittelalterlichen Dominikanerfresken aus dem Paulinerkloster und die wertvollen Gedächtnismale des 16. bis 18. Jahrhunderts aus der Universitätskirche St. Pauli, die derzeit für ihre Wiederaufstellung vorbereitet werden. Die Epitaphien erinnern an bedeutende Professoren und Rektoren, aber auch an ehemalige Studenten und deren Angehörige.
Augenblicklich werden drei Werke restauriert: das Metallepitaph für den Juristen Christoph Zobel (1499-1560) sowie die Holzmonumente für den Theologen Johannes Olearius (1639-1713) und dessen Frau Anna Elisabeth (1649-1719) und jenes für den Mediziner Christian Lange (1619-1662). Nach der Restaurierung sind allerdings noch weitere Arbeitsschritte erforderlich: Für die Anbringung der bis sechs Meter hohen, teilweise tonnenschweren Kunstwerke müssen spezielle Tragwerke entwickelt und Schienen- und Rahmenkonstruktionen gebaut werden. Dafür werden noch dringend Finanzmittel benötigt. "Weitere Spenden sind also willkommen", so der Kustos der Universität Leipzig, Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen.
Weitere Informationen:
Kustodie der Universität Leipzig
Telefon: +49 341 97-30170
kustodie@uni-leipzig.de
Das Epitaph des Kuenstlers Christoph Zobel, der es 1560 fuer die Leipziger Universitaetskirche St. P ...
Quelle: V. Heinz/ Universität Leipzig
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Kunst / Design, Religion
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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