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23.04.2002 17:16

Erste Stiftungsprofessur für Werbekommunikation

Norbert Frie Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

    Die erste Stiftungsprofessur im Bereich Werbekommunikation in Deutschland erhält die Westfälische Wilhelms-Universität vom "Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA". Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Dienstag, 23. April 2002, in Münster von GWA-Vizepräsident Norbert Lindhof und Universitäts-Rektor Prof. Dr. Jürgen Schmidt unterzeichnet.

    Mit der neuen Professur für "Kommunikation, Werbung und Marke" will der Verband, der insgesamt 134 Kommunikationsagenturen vertritt und in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, Lehre und Forschung am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster in einem zunehmend wichtiger werdenden, bislang aber noch wenig erforschten Bereich fördern. Er stellt dafür über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich einen Betrag von rund 100.000 Euro, also insgesamt rund eine halbe Million Euro zur Verfügung. Die Förderung erfolgt als Anschubfinanzierung mit der Maßgabe, dass die Fortführung nach Ablauf der fünf Jahre durch die Universität Münster sichergestellt ist.

    GWA-Vizepräsident Norbert Lindhof erwartet von der Stiftungsprofessur neue Impulse zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der "Integrierten Kommunikation" und begründet das besondere Engagement seines Verbandes im Jubiläumsjahr: "Wir tun vor allem auch etwas für die Ausbildung geeigneter Nachwuchsleute und investieren in die Schulung zur Beurteilung medienübergreifender Zusammenhänge. Wir schaffen gemeinsam mit der Universität Münster eine wichtige Grundlage für die Kommunikationsberater von morgen".

    Für Prof. Dr. Siegfried J. Schmidt, Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster, eröffnet sich mit der Stiftungsprofessur nicht nur die Möglichkeit einer dauerhaften Kooperation zwischen Theorie und Praxis. Er erhofft sich von dieser und einer weiteren Stiftungsprofessur für "Public Relations", die noch im laufenden Sommersemester unter Dach und Fach gebracht werden soll, auch den Aufbau eines dritten Schwerpunktes Unternehmens- und Wirtschaftskommunikation. Mit den bisherigen Abteilungen Medienwissenschaft und Journalistik werde Münster damit der erste Studienstandort in Deutschland, der ein komplettes Angebot in allen wichtigen Kommunikationsbereichen anbieten könne.

    Zu den Aufgaben der jetzt von GWA und Universität Münster vereinbarten Stiftungsprofessur "Kommunikation, Werbung und Marke", die so bald wie möglich ausgeschrieben und spätestens zum Sommersemester 2003 besetzt werden soll, gehören auch Angebote von Weiterbildungsmaßnahmen für Interessenten aus der Kommunikationswirtschaft, die Ausrichtung wissenschaftlicher Veranstaltungen, die Begleitung von Praktika in Kommunikationsagenturen sowie die Einwerbung und Durchführung von Drittmittel-Forschungsprojekten.

    Der Stifter, der "Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA", spricht für die Agenturbranche gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Seine historischen Wurzeln reichen bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. 1952 als "Gesellschaft Werbeagenturen" wieder gegründet, fusionierte die GWA 1986 mit den Wirtschaftsverband Deutscher Werbeagenturen (WDW) zum Gesamtverband Werbeagenturen. Seit Anfang dieses Jahres führt der GWA den Namen "Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA". Der GWA mit Sitz in Frankfurt/Main spricht für Kommunikations- und Media-Agenturen mit rund 500 Büros deutschlandweit. Über 16.000 Mitarbeiter arbeiten in den GWA-Agenturen.

    Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster, an dem die neue Professur eingerichtet wird, ist das älteste kommunikationswissenschaftliche Institut in Nordrhein-Westfalen und die zweitälteste Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik. Die Attraktivität des Instituts und die ungebrochen hohe Nachfrage nach kommunikationswissenschaftlichen Angeboten zeigt die konstante Zunahme der Bewerberzahlen um einen der zulassungsbeschränkten Studienplätze: Im Hauptfach kamen im letzten Wintersemester statistisch 11,4 Bewerber auf einen Studienplatz, im Nebenfach waren es sogar 14,7 Bewerber. Mit rund 1.500 Studierenden im Haupt- und Nebenfach und jährlich etwa 150 Abschlussprüfungen (Magister und Promotion) gehört das Institut in Münster zu den größten und wichtigsten kommunikationswissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland.


    Weitere Informationen:

    http://gwa.de
    http://uni-muenster.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Wirtschaft
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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