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Extremwetter, Niedrigwasser, Belastung der Gewässer – der Umgang mit klimabedingten Veränderungen verlangt neue datenbasierte Werkzeuge. Im neuen Transferlab von DFKI und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) kommt Künstliche Intelligenz gezielt dort zum Einsatz, wo Analysen und Prognosen bisher an Grenzen stoßen. Die gemeinsame Forschung schafft belastbare Entscheidungsgrundlagen für Wasserwirtschaft und Politik, stärkt die ökologische Resilienz von Flüssen und Küsten und zeigt, wie KI konkret zum Schutz unserer Lebensgrundlagen beitragen kann.
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) haben ein gemeinsames Transferlab gestartet, in dem praxisnahe KI-Lösungen rund um die Bundeswasserstraßen erforscht werden. Die zu entwickelnden Methoden dienen dazu, in den vielfältigen Aufgabenbereichen der BfG die etablierten datenbasierten Verfahren zu verbessern und zu ergänzen. Denn die BfG verfügt über einen sehr großen Datenschatz mit sehr langen Zeitreihen, z. B. zu Hydrologie, Gewässergüte und Ökologie. Anwendungsfälle sind die Qualitätssicherung von Daten, die Bildklassifikation zunächst am Beispiel der automatisierten Auswertung von Luftbildern und die Verbesserung physikalisch basierter Modelle u. a. zur Durchfluss- und Wasserstandsvorhersage.
„Das gemeinsame Transferlab schafft die Grundlage, KI praxisnah einzusetzen und so einen direkten gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen. Mit unseren Methoden können wir große Mengen komplexer gewässerkundlicher Messdaten auch bei unvollständigen Datensätzen systematisch auswerten und absichern und daraus u. a. die Modelle für Niedrigwasservorhersagen weiterentwickeln. So könnte KI unterstützen, Extremereignisse noch früher zu erkennen und Entscheidungen auf eine optimierte Daten-Grundlage zu stellen", sagt Prof. Dr. Andreas Dengel, geschäftsführender Direktor am DFKI in Kaiserslautern und Leiter des Forschungsbereichs „Smarte Daten & Wissensdienste“.
Die Kooperation zwischen beiden Forschungseinrichtungen zielt darauf ab, die Basis der wissenschaftlichen Politikberatung und Forschung zu stärken. Die konkreten Anwendungsfälle zeigen, wie KI zukünftig die Abbildung hydrologischer, hydrodynamischer, morphologischer, biogeochemischer und ökologischer Prozesse weiterentwickeln kann. „Ich freue mich sehr, dass wir die interdisziplinäre KI-Forschungskompetenz mit der Kooperation auf die nächste Ebene heben werden“, so der Forschungsbeauftragte der BfG, Prof. Dr. Thomas Ternes. „Das DFKI-Transferlab verbindet KI-Expertise mit der fachlichen Kompetenz der BfG und beschleunigt so den Transfer von Forschung in die Praxis – zum Nutzen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie als belastbare Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung“, ergänzt Johannes Cullmann, der die strategische Zusammenarbeit seitens der BfG mit aufgesetzt hat.
Dr.-Ing. Dominique Mercier
Projektkoordination, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Mail: Dominique.Mercier@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 3521
https://www.dfki.de/web/news/dfki-und-bfg-starten-transferlab
Das DFKI-Transferlab verbindet KI-Expertise mit der fachlichen Kompetenz der BfG und beschleunigt so ...
Quelle: Lando Michael Lehmann
Copyright: DFKI
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Geowissenschaften, Informationstechnik, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
Deutsch

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