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Informationsplattform fachinfo-verschwörungsideologie.de ist jetzt online und bietet praxisorientierte Fachinformationen zu Verschwörungsideologien für Berater*innen in der Sozialen Arbeit und Fachkräfte aus dem Feld der nonformalen politischen Bildung
Völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien beeinflussen Familien, Freundschaften oder Arbeitsbeziehungen und sind damit auch eine Herausforderung für Beratungs- und Bildungsprozesse. In einem interdisziplinären Forschungsprojekt haben die TH Köln und die Universität zu Köln daher eine Webseite mit praxisorientierten Fachinformationen für die Soziale Arbeit und die politische Bildung ins Leben gerufen. Auf www.fachinfo-verschwörungsideologie.de finden Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung unter anderem fachlich valide Erklärungen zu Verschwörungsideologien sowie Übersichten zu aktuell relevanten Verschwörungserzählungen und Gruppierungen. Praxisnahe Materialien für Bildungs- und Beratungssituationen, Handlungshilfen zur direkten Anwendung in Beratungsgesprächen und Hinweise zu relevanten Praxispartner*innen und unterstützenden Institutionen sollen die tägliche Arbeit erleichtern. Die Informationsplattform wird sukzessive um Fallbeispiele oder weitere empirische Ergebnisse zu den Auswirkungen von Verschwörungsideologien erweitert.
"Zahlreiche Materialien, die auf der neuen Informationsplattform zur Verfügung gestellt werden, basieren auf den quantitativen und qualitativen Erhebungen, die im Rahmen des RaisoN-Projekts durchgeführt worden sind. Insofern bietet die Informationsplattform den Nutzer*innen neben Tipps für Handlungsstrategien auch einen kompakten Einblick in den Stand der Forschung in diesem Feld", sagt Professorin Dr.' Gudrun Hentges, Mitglied der Projektleitung.
Die Webseite richtet sich in erster Linie an Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung, die im Rahmen ihrer Arbeit im Kontakt mit Personen stehen, die wiederum mit Menschen mit einer Affinität zu Verschwörungserzählungen in ihrem sozialen Umfeld konfrontiert sind. Darüber hinaus sind die Inhalte der Informationsplattform für Wissenschaftler*innen und die interessierte Öffentlichkeit relevant.
„Über die Fachinformationsplattform möchten wir Forschungsergebnisse direkt mit denjenigen teilen, die tagtäglich in Beratung und Bildung tätig sind – damit wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis einfließen und handlungsorientierte Strategien im Umgang mit Verschwörungsideologien gefördert werden können“, sagt Prof.‘in Dr.‘in Birgit Jagusch von der TH Köln und Mitglied der Projektleitung.
Das Verbundprojekt „RaisoN – Radikalisierungsprozesse durch Verschwörungsideologien: Auswirkungen auf den sozialen Nahraum als Herausforderung für die Bildungs- und Beratungsarbeit“ wird von der TH Köln und der Universität zu Köln durchgeführt. Das interdisziplinäre Projektteam erforscht, wie völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien den sozialen Nahraum beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für Beratungs- und Bildungsprozesse ergeben. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse praxisgerecht in Beratung und Bildung transferiert werden können.
RaisoN wird im Rahmen der Förderlinie „Aktuelle und historische Dynamiken von Rechtsextremismus und Rassismus“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Das Projekt läuft noch bis zum 30. Juni 2026.
Presse und Kommunikation:
Jan Voelkel
+49 221 470 2356
j.voelkel@verw.uni-koeln.de
Weitere Informationen:
http://fachinfo-verschwörungsideologie.de
Verantwortlich: Dr. Elisabeth Hoffmann – e.hoffmann@verw.uni-koeln.de
Inhaltlicher Kontakt:
raison@th-koeln.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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