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16.03.2026 19:00

Fotoausstellung „Polargebiete – Expedition in die Extreme“ in Düsseldorf

Dr.rer.nat. Arne Claussen Stabsstelle Presse und Kommunikation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Haus der Universität

    Die Polargebiete sind für unseren Planeten äußerst wichtige Regionen. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben sie mehrfach bereist. Neben wertvollen Daten brachten sie faszinierende Fotos mit zurück. In einer Ausstellung im Haus der Universität (HdU) ist nun vom 17. März bis zum 12. Juni 2026 eine Auswahl dieser Bilder zu sehen, ergänzt von Fotografien anderer Polarforscherinnen und -forscher. Begleitet wird die Ausstellung durch ein öffentliches Vortragsprogramm und Workshops für Studierende.

    Auf den ersten Blick wirken Arktis und Antarktis lebensfeindlich. Doch tatsächlich sind beide Regionen überraschend artenreich; sie sind sogar entscheidend für viele biologische Kreisläufe auf der Erde. Ebenso zentral wirken die Polarregionen auf das weltweite Klima ein. Gleichzeitig sind sie besonders stark vom Klimawandel betroffen; kaum ein anderer Ort auf unserem Planeten weist einen höheren Temperaturanstieg aus – mit erheblichen Folgen, etwa das Schmelzen von Meer- und Festlandeis, was wiederum Rückkopplungseffekte auf das Klima haben kann.

    Dr. Ellen Oldenburg, die die Ausstellung zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Ovidiu Popa konzipierte und kuratierte: „Wir durften zweimal mit dem Forschungsschiff Polarstern für mehrere Wochen in die Arktis reisen. Wir haben dort Proben im Meerwasser und in Eisschollen genommen, um die mikrobiellen Lebensgemeinschaften zu untersuchen. Diese sind eine Grundlage für das höhere Leben in der Arktis und verändern sich, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels.“ Die Reisen mit dem Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven fanden 2022 und 2024 statt.

    Die Biologin Prof. Dr. Sieglinde Ott hat bereits vor mehr als 25 Jahren mehrere Expeditionen in die Antarktis unternommen. Sie untersuchte auf dem Südkontinent an verschiedenen Stellen das Wachstum von Flechten. Ott: „Flechten sind in Symbiose lebende Gemeinschaften von Pilzen und Algen, manchmal zusätzlich auch Bakterien. Es ist faszinierend, an welch unterschiedlichen Orten diese zu finden sind und wie sie sich an verschiedene Umweltbedingungen – auch so extreme wie die in der Antarktis – angepasst haben.“

    Die Düsseldorfer Forschenden brachten von ihren Reisen viele Fotos mit, die die Schönheit der Polarregionen, aber auch ihre Verletzlichkeit dokumentieren. Natürlich gehören auch Bilder von Eisbären dazu, die bei den Fahrten der Polarstern regelmäßige Begleiter waren. Ihre Bilder haben Oldenburg, Ott und Popa ergänzt mit weiterem Material von Forschungskolleginnen und -kollegen. Insgesamt sind so 48 Bilder zusammengekommen, die ab dem 17. März 2026 im Haus der Universität zu sehen sind.

    Prof. Dr. Georg Pretzler, Leiter des Hauses der Universität: „Die Fotoausstellung zeigt eindrucksvoll, wie einerseits unwirtlich und andererseits faszinierend die Polargebiete sind. Und sie dokumentiert an vielen Stellen, welche wichtige Arbeit Forschende leisten, um diese Regionen und ihren vielfältigen Einfluss auf unseren Planeten besser zu verstehen. Dies ist Arbeit unter extremen und teilweise gefährlichen Bedingungen. Ich freue mich, dass das HdU – in dem wir auch immer wieder die Verbindung von Wissenschaft und Kunst schlagen – nun der Ort sein kann, um diese Impressionen zu präsentieren.“

    Im Rahmen der Ausstellung finden acht Vorträge von Polarforscherinnen und -forschern zu verschiedenen biologischen, geologischen, klimatologischen und auch planetologischen Themen statt. Darüber hinaus werden drei Workshops für Studierende veranstaltet. Ebenfalls nimmt das HdU an der „Nacht der Künste“ am 18. April 2026 teil: Neben der Ausstellung selbst werden dann Lesungen kurzer literarischer Texte zu Polarreisen angeboten und der Tanzkurs „Tanzen unter Polarlichtern“.

    Die Ausstellungsmacher

    Die Ausstellung wurde an der HHU von Dr. Ellen Oldenburg und Dr. Ovidiu Popa vom Institut für Quantitative und Theoretische Biologie sowie von Prof. Dr. Sieglinde Ott vom Department Biologie konzipiert und kuratiert. Viele der Bilder haben sie selbst aufgenommen, weitere Bilder haben andere Polarforschende und das AWI zur Verfügung gestellt.

    Prof. Ott unternahm in den Jahren 1989 bis 2010 mehrere Forschungsreisen in die Antarktis, um dort vor allem Flechten zu untersuchen, die auf dem Südkontinent leben. Dr. Oldenburg und Dr. Popa nahmen 2022 und 2024 an zwei mehrwöchigen Expeditionen mit dem deutschen Forschungsschiff FS Polarstern des AWI teil. Im Rahmen dieser Fahrten untersuchten sie mikroskopische Lebensgemeinschaften im Meereis in der Arktis.

    Ausstellung „Polargebiete – Expedition in die Extreme”

    Die Ausstellung findet im Haus der Universität am Schadowplatz 14 in Düsseldorf zwischen dem 17. März und dem 12. Juni 2026 statt. Sie ist von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet.


    Weitere Informationen:

    https://www.polarscience.de


    Bilder

    In der Antarktis.
    In der Antarktis.

    Copyright: HHU / Sieglinde Ott

    Ausstellungsplakat.
    Ausstellungsplakat.

    Copyright: KI-generiertes Bild auf Basis von Fotos von HHU / Ellen Oldenburg und Ovidiu Popa


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Geowissenschaften, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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