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01.04.2026 12:33

In der chilenischen Atacama-Wüste geht eins der leistungsstärksten Radioteleskope der Welt in Betrieb

Eva Schissler Kommunikation und Marketing
Universität zu Köln

    Das Fred Young Submillimeter Teleskop wird vom 7. bis 10. April in der chilenischen Atacama-Wüste eingeweiht. Mit Beteiligung der Universität zu Köln entsteht eins der modernsten Teleskope der Welt, das bis zu den Ursprüngen unseres Universums zurückblicken kann.

    Nach einer Bauzeit von rund acht Jahren ist das Fred Young Submillimeter Teleskop (FYST) bereit für die Beobachtung des Himmels. Erste Messungen sollen bereits in diesem Sommer stattfinden. Geplant und gebaut wurde das Teleskop vom internationalen wissenschaftlichen Konsortium CCAT Observatory Inc., an dem die Universitäten Köln und Bonn mit 25 Prozent beteiligt sind. Entwickelt wurde es von der Firma Vertex Antennentechnik GmbH in Duisburg. Das FYST ist jetzt in 5.600 Metern Höhe auf dem Berg Cerro Chajnantor in der chilenischen Atacama-Wüste aufgebaut worden. Bei dem Termin in dem Ort San Pedro de Atacama werden Vertreter*innen der beteiligten Institutionen sowie Fred Young, Alumnus der Cornell Universität und Spender sowie Namensgeber des Teleskops, anwesend sein.

    Termin:
    9. April 2026, San Pedro de Atacama, Chile
    „Einweihung des Fred Young Submillimeter Teleskops (FYST)“
    Ort: San Pedro de Atacama, Chile

    Pressevertreter*innen, die vor Ort in Chile sind und teilnehmen möchten, werden gebeten sich über die Kontaktadressen unten zu melden.

    Das hochmoderne Teleskop hat bei einem Spiegeldurchmesser von sechs Metern eine Oberflächengenauigkeit von 10µm, womit es für den Betrieb im Submillimeter- bis Millimeter-Wellenlängenbereich ausgelegt ist. Das neuartige optische Design wird Aufnahmen mit hohem Durchsatz und großem Sichtfeld liefern und so eine schnelle und effiziente Kartierung des Himmels ermöglichen. Das FYST wird Einblicke in die Geburt der ersten Sterne nach dem Urknall sowie in die Entstehung von Sternen und Galaxien gewähren.

    Beobachtungen im Submillimeter-Strahlungsbereich werden durch Wasserdampf in der Erdatmosphäre verzerrt und das Signal stark abgeschwächt. Daher wird ein hoher und trockener Standort benötigt. Die Installation des Teleskops in 5.600 Metern Höhe ist somit ideal. Das FYST steht damit 700m über dem sich in der Chajnantor-Hochebene befindlichen und aus 66 Parabolantennen bestehenden Radioteleskop-Verbund ALMA (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array).

    „Wir freuen uns, dass unser einzigartiges Teleskop jetzt eingeweiht wird und die Wissenschaftler*innen ihre Arbeit bald aufnehmen können. Davon erhoffen wir uns wegweisende wissenschaftliche Beobachtungen, die unser Verständnis, wie Sterne entstehen, grundlegend verändern werden“, sagt Professor Dr. Dominik A. Riechers vom Institut für Astrophysik der Universität zu Köln.

    Partner im FYST-Projekt sind die Cornell University (USA), ein deutsches Konsortium bestehend aus der Universität zu Köln, der Universität Bonn und dem Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching sowie ein kanadisches Konsortium mehrerer Universitäten.

    Presse und Kommunikation:
    Jürgen Rees
    +49 221 470 3107
    j.rees@verw.uni-koeln.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Professor Dr. Dominik A. Riechers
    Institut für Astrophysik
    +49 221 470 76027
    riechers@ph1.uni-koeln.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Maschinenbau, Physik / Astronomie
    überregional
    Kooperationen, Pressetermine
    Deutsch


     

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