idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Dr. Benjamin Delarue, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mathematik der Universität Paderborn, wurde in das renommierte Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Damit stehen ihm nun verschiedene Förderungsoptionen offen. Mit dem Programm erhalten ausgewiesene Wissenschaftler*innen, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Dauerprofessur erfüllen, die Gelegenheit, sich bis zur Erteilung eines Rufes ihren Forschungen zu widmen und dabei ihr wissenschaftliches Profil zu schärfen.
Die Forschung von Dr. Delarue findet im Bereich Spektralanalysis an der Schnittstelle von Geometrie, Lie-Theorie und mathematischer Physik statt. Ein allgemeines Konzept, das darin eine wichtige Rolle spielt, sind sogenannte Resonanzen: „Das ist eine mathematische Verallgemeinerung des entsprechenden Konzepts aus der Physik, das man im Alltag besonders in der Akustik oder bei Schwingungen und Wellen im Wasser, elastischen Gegenständen etc. beobachten kann. Die Resonanzen, die wir in der AG Spektralanalysis in Paderborn betrachten, sind Zahlen, die man geometrischen Objekten zuordnen kann, um sie näher zu charakterisieren – ähnlich wie man bei einer Computertomographie die Form von Knochen anhand von Strahlungsabsorption in verschiedenen Richtungen näherungsweise bestimmen kann. Auch wesentlich abstraktere Fragen wie die Beschreibung offener Quantensysteme und deren Langzeitverhalten spielen eine zentrale Rolle“, erklärt Dr. Delarue und ergänzt: „Während diese Art von Forschung klassischerweise zur Analysis gehört, ist es eine Paderborner Spezialität, dass wir auch zahlreiche algebraische Methoden anwenden, um Resonanzen und die zugrunde liegenden geometrischen Objekte zu beschreiben.“
Das Heisenberg-Programm ist benannt nach Prof. Dr. Werner Heisenberg (1901–1976), der mit der Entwicklung der Unschärferelation die Physik revolutionierte. Insgesamt stehen vier Fördervarianten zur Verfügung: Heisenberg-Professur, Heisenberg-Stelle, Heisenberg-Rotationsstelle und das Heisenberg-Stipendium. Nach der Aufnahme in das Programm können sich Wissenschaftler*innen zwischen diesen Varianten entscheiden und sie gegebenenfalls im Verlauf der fünfjährigen Förderung kombinieren.
Dr. Benjamin Delarue, Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik der Universität Paderborn, E-Mail: benjamin.delarue@uni-paderborn.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
fachunabhängig
überregional
Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).