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13.11.2008 13:10

Geburtsüberwachung: Der Cardiotokograph (CTG): Vom Düsseldorfer Keller in die Welt"

Susanne Dopheide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Konrad Hammacher hat den Cardiotokografen (CTG) erfunden, ein Gerät, das die Geburtenüberwachung revolutionieren sollte. Heute ist die Geburt eines Kindes ohne den Einsatz eines modernen CTG nicht mehr vorstellbar. Aus diesem Anlass treffen sich am 13. November CTG-Experten in Düsseldorf, um im Rahmen eines Symposiums die Relevanz der Cardiotokografie zu beleuchten und über neueste Entwicklungen und Trends zu diskutieren.

    Es war 1963, als Konrad Hammacher Nacht für Nacht im Keller der medizinischen Akademie zubrachte. Tagsüber hatte er als Geburtshelfer in der Frauenklinik gearbeitet, abends tüftelte er unter Tage an seiner Idee. Er wollte ein Gerät entwickeln, das die kindlichen Herztöne kontinuierlich aufzeichnet und sie in Beziehung zu den mütterlichen Wehen setzt.

    Das Symposium in Düsseldorf begleiten unter anderem Mitarbeiter von Philips Healthcare, die Hammachers Erbe im baden-württembergischen Böblingen bis heute mit einer Vielzahl von Innovationen weiterentwickelt haben.

    1964 hatte Hammacher - damals noch Hewlett-Packard - einen Prototyp übergeben, damit das Unternehmen ihn zur Marktreife führt. Das gelang bereits vier Jahre später, 1968, mit dem HP8020. ""Wir wussten aus genug Einzelfallbeobachtungen, dass viele Kinder ohne ein solches Gerät nicht gesund auf die Welt gebracht worden wären", sagt Otto Gentner, der damals bei Hewlett-Packard an der Entwicklung des Cardiotokografen beteiligt war. Dass es keine bessere Methode zur Überwachung gibt als die Cardiotokografie, davon sind Geburtshelfer in aller Welt überzeugt.

    Der moderne Cardiotokograf hilft Hebammen und Geburtshelfern rund um den Globus, Schwangerschaften und Geburten zu überwachen. "Die Anforderungen und Problemstellungen variieren dabei stark nach dem Entwicklungsstand der einzelnen Länder", sagt Michael Spaeth, der für das weltweite Marketing im perinatalen Segment bei Philips Healthcare zuständig ist. "In Entwicklungsländern geht es vor allem darum, eine Basisbetreuung zu ermöglichen, in entwickelten Ländern erfordert zum Beispiel die steigende Zahl der Mehrlingsgeburten neue und bessere Überwachungssysteme."

    Vor Hammacher hatte das Pinardsche Holzrohr Kindern auf die Welt geholfen, das Hebammen, Geburtshelfer und Ärzte seit 1871 auf den Bauch der Schwangeren pressten, um so die Herztöne des Kindes abzuhören. Die Schwäche der Pinardschen Methode war aber, dass sie nur einen Bruchteil der Herztöne erfasste, weil Hebammen und Geburtshelfer das Rohr aus Zeitgründen nicht kontinuierlich benutzen konnten. Dass diese lückenhafte Dokumentation nicht ausreichte, hatte Hammacher oft genug im eigenen Alltag erfahren.

    "Seit seinem Prototyp haben wir jede der nachfolgenden Gerätegenerationen stets mit den jeweils verfügbaren Technologien weiter entwickelt", sagt Martin Maier, weltweiter Produktmanager für fetales Monitoring bei Philips. "So haben wir Sensitivität und Performance immer weiter verbessert und vor allem beim Komfort für die Frauen einen großen Schritt nach vorne gemacht." Denn den Eltern werde es immer wichtiger, dass sie sich im Kreißsaal wohl fühlen. So produziert Philips in Böblingen bereits seit fünf Jahren kabellose Cardiotokografen. Die Geburt werde heute anders erlebt, sagt Spaeth, "beide Eltern wollen dabei sein, der Wunsch nach Privatsphäre ist größer und die Technik darf nicht so präsent sein."

    Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Janni, Direktor der Universitäts-Frauenklinik, Tel.: 0211 / 81-17500, Veronika Hucke, Philips Healthcare, Tel.: 040 / 2899-2215


    Weitere Informationen:

    http://www.uniklinik-duesseldorf.de Universitätsklinikum Düsseldorf
    http://www.medical.philips.com/de/ Philips Healthcare Germany


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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