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02.08.2011 15:30

Einfach und präzise: klinische Diagnostik

Dr. Ernst Guggolz Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

    Egal, ob es um ein Neugeborenenscreening oder die Bestimmung von Medikamentenkonzentrationen im Blut geht – klinische Tests müssen unkompliziert und schnell genaue Ergebnisse liefern. Wie die Massenspektrometrie den klinischen Alltag erleichtert, lesen Sie in den „Nachrichten aus der Chemie“.

    Insbesondere in Transplantationszentren ist die Massenspektrometrie unverzichtbar: Nach einer Organtransplantation müssen Patienten lebenslang Medikamente gegen Immunreaktionen einnehmen, damit ihr Körper das transplantierte Organ nicht abstößt. Nehmen sie zu wenig von diesen Medikamenten, wird das neue Organ geschädigt, nehmen sie zu viel, treten toxische Nebenwirkungen auf. Mit massenspektrometrischen Methoden können Ärzte den Blutspiegel dieser Medikamente routinemäßig schnell und präzise überwachen und das Medikament zielgenau auf den Patienten einstellen. Die Messungenauigkeit liegt unter fünf Prozent – bei den früher gängigen immunologischen Verfahren weichen die Messwerte oft um 20 bis 60 Prozent von der tatsächlichen Konzentration ab.

    Ein Massenspektrometer bestimmt die molekulare Masse einer Verbindung. Die Tandemmassenspektrometrie bietet den Vorteil, mehrere Substanzen gleichzeitig untersuchen zu können: Die ionisierten Probenbestandteile werden zunächst nach ihrer Masse aufgetrennt. Durch Kollisionen mit einem Inertgas wie Stickstoff zerfallen dann die einzelnen Ionen in charakteristische Fragmente, die Hinweise auf die Molekülstruktur geben. Damit lassen sich die verschiedenen Verbindungen in einer Probe eindeutig identifizieren und die Konzentrationen bestimmen.

    Die Vorteile der Tandemmassenspektrometrie, ihre Grenzen und weitere aktuelle und potenzielle Anwendungsgebiete erläutert der Chemiker Christoph Seger von der Universitätsklinik Innsbruck. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

    Nahezu 80 000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.


    Weitere Informationen:

    http://www.nachrichtenausderchemie.de „Nachrichten aus der Chemie"
    http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/inhalt/h04_11.htm Das Aprilheft der „Nachrichten aus der Chemie“


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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