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29.12.2011 12:05

Ummantelung von Nervenzellen bietet Schutz vor Alzheimer

Dr. Manuela Rutsatz Pressestelle
Universität Leipzig

    Der Leipziger Forscher Dr. Markus Morawski erhielt den Förderpreis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)und wird damit ab sofort in seiner Forschungsarbeit unterstützt. Dies gab die AFI soeben bekannt.

    Die aktuelle Studie von Markus Morawski beschäftigt sich mit einer vor Alzheimer schützenden Ummantelung von Nervenzellen. Die Arbeit wird von der AFI aus Spendengeldern für die kommenden zwei Jahre mit 40.000 Euro gefördert. Aus 55 eingereichten Forschungsvorhaben wählte der Wissenschaftliche Beirat der AFI die sieben besten Projekte zur Förderung aus, eines davon am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Leipzig.

    Nervenzellen, die eine bestimmte schützende, extrazelluläre Ummantelung besitzen, sind vor dem Zelltod bei der Alzheimer-Krankheit geschützt. Verschiedene Nervenzellen mit diesen Ummantelungen werden von Alzheimer-typischen Ablagerungen und dem Untergang von Nervenzellen praktisch verschont. Die Forschergruppe um Markus Morawski konnte zeigen, dass dieser Schutz selbst in stark betroffenen Hirngebieten gilt.

    Überraschend für die Forscher war die Erkenntnis, dass beim Fehlen der schützenden Ummantelung gleiche Nervenzelltypen absterben - und zwar in unmittelbarer Nähe geschützter Nervenzellen. Nun gilt es, im Rahmen des AFI- geförderten Projektes mit dem Titel "Neuroprotektion bei der Alzheimer-Krankheit durch perineuronale Netze" die unbekannten Mechanismen dieses wichtigen Schutzes zu erforschen. Langfristig könnten durch diese Erkenntnisse neue Therapieansätze für die Alzheimer-Krankheit erschlossen werden.

    Dr. Markus Morawski arbeitet bereits seit einigen Jahren auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zum Thema Schutz der "perineuronalen netz-tragenden Neurone" gegenüber der Alzheimerschen Erkrankung und deren Hauptpathologien." Hierzu veröffentlichte er bereits mehrfach, unter anderem in Neuroscience (2010 Neuroscience. 169:1347-63 IF 3.2.).

    Zum aktuellen Erfolg erklärte Morawski: "Durch die Förderung der AFI sind wir nun in der Lage, verstärkt die potentiellen neuroprotektiven Eigenschaften der perineuronalen Netze bei der Alzheimerschen Erkrankung (AD) zu untersuchen und hoffen, langfristig Erkenntnisse für neue Therapieansätze bei der Alzheimer-Krankheit zu finden."

    Über die Alzheimer Forschung Initiative
    Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Ratgeber bestellen. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Möglichkeiten zu Spenden.

    Die AFI möchte durch finanzielle Förderung der Alzheimer-Forschung das Verständnis für die Krankheit erweitern, um damit neue Vorbeuge,- Diagnose- und Therapieansätze für die Praxis der Zukunft zu ermöglichen. Ab 2011 werden sieben Wissenschaftler/innen gefördert. Die aktuellen Arbeiten beschäftigen sich mit innovativen Ansätzen in der Alzheimer-Vorbeugung, natürlichen Schutzfaktoren gegen Alzheimer, der Alzheimer-Ursachenforschung und mit genetischen Faktoren bei der erblichen Form der Erkrankung.

    Weitere Information:
    Pressekontakt AFI
    Christine Kerzel
    Tel.: 0211-862066-23
    Fax: 0211-862066-11
    presse@alzheimer-forschung.de
    www.alzheimer-forschung.de/presse

    Dr. Markus Morawski
    Paul-Flechsig-Institut der Medizinischen Fakultät
    E-Mail: markus.morawski@uniklinik-leipzig.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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