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11.01.2012 17:08

MusicPhysio - erster internationaler Kongress zu Musikergesundheit im Kontext von Physiotherapie

Dr. Viola Düwert Geschäftsbereich Kommunikation, Presse- und Informationsstelle
Hochschule Osnabrück

    Dass professionelles Musizieren aufgrund einseitiger Körperhaltungen und repetitiven Belastungen zu Problemen der Muskulatur, des Nervensystems und der Knochen führen kann, ist bereits seit längerer Zeit bekannt. Das Projekt MusikPhysio (Physiotherapeutische Intervention bei Musikern), das an der Hochschule Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. med. Christoff Zalpour und Förderung durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) angesiedelt und das erste seiner Art im deutschsprachigen Raum ist, beschäftigt sich sowohl klinisch wie wissenschaftlich mit Lösungsansätzen.

    Am Institut für angewandte Physiotherapie und Osteopathie (INAP/O) der Hochschule besteht seit 2007 eine Kooperation mit dem Institut für Musik (IfM), durch die eine physiotherapeutische und osteopathische Musikersprechstunde eingerichtet worden ist. Studierte Physiotherapeuten, die selbst Musiker sind, behandeln und beraten Musikstudenten, Orchestermusiker und Musiklehrer. Durch weitere Kooperationen, u.a. mit der deutschen Orchestervereinigung, dem Orchester der städtischen Bühnen Osnabrück und der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung werden auch wirksame Ansätze zur Prävention von musikerspezifischen Beschwerden entwickelt.

    Im Rahmen dieses Projektes veranstaltet die Hochschule Osnabrück vom 16.-18. März 2012 den ersten interdisziplinären internationalen Kongress, der sich mit musiker-assoziierten Erkrankungen und der Therapie von Musikern aus Sicht der Physio- und Ergotherapie sowie der Logopädie beschäftigt.

    Hochkarätige Referenten wie die australischen Musiker-Physiotherapeutinnen Dr. Bronwen Ackermann, (University of Sydney) und Dr. Sonia Ranelli (Curtin University Perth, Gewinnerin des Young Investigator Awards 2010) haben sich in Osnabrück angekündigt. Dr. Christine Guptill aus Canada wird über ihre ergotherapeutische Forschungsarbeit mit Musikern referieren. Sie ist gerade mit dem Young Investigator Awards 2011 des Performing Arts Medicine Association, PAMA ausgezeichnet worden.

    Die internatonale PAMA ist ebenso wie die Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM), u.a. vertreten durch ihren Präsidenten Prof. Dr. Eckart Altenmüller (auch Leiter des Instituts für Musikermedizin und Musikphysiologie (IMMM) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH)) ideeller Träger des Kongresses im März in Osnabrück.

    Die dreitägige Veranstaltung setzt ihren Schwerpunkt auf das wissenschaftliche und klinische Arbeiten im Bereich der therapeutischen Musikertherapie, deren Stellenwert, insbesondere auch im Hinblick auf die fortschreitende Akademisierung der Therapieberufe, zunehmend an Bedeutung gewinnt.

    Neben Fachvorträgen werden auch Workshops zu Therapiemöglichkeiten bei Musikern angeboten. Aktiv vorgestellt werden Themen wie der diagnostische Ultraschall in der Musikerphysiotherapie, Behandlungen von funktionellen Stimmbeschwerden bei Sängern, Osteopathie bei Musikern und ergotherapeutische Einsatzmöglichkeiten in der Musikersprechstunde. Als Rahmenprogramm wird selbstverständlich erstklassige Musik von Jazz bis Klassik geboten.

    Der Kongress wird in englischer Sprache abgehalten. Die Kosten belaufen sich auf 160 €, Studenten erhalten 50% Ermäßigung.


    Weitere Informationen:

    http://www.musikphysio.hs-osnabrueck.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin, Musik / Theater, Sportwissenschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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