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29.02.2012 11:57

Deutschlandweit einzigartige Operationsmethode am Universitätsklinikum Freiburg

Dr. Annette Tuffs Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Freiburg

    Bauchspeicheldrüsenkopf wird minimal-invasiv entfernt

    In der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg wird der Kopf der Bauchspeicheldrüse, der sogenannte Pankreaskopf, seit kurzer Zeit mit Hilfe von minimal-invasiver Technik schonender als bisher entfernt. Das Universitätsklinikum Freiburg ist das einzige Klinikum in Deutschland, das dieses Verfahren anbietet. Die minimal-invasive Entfernung des Pankreaskopfes ist technisch wesentlich anspruchsvoller als das herkömmliche Verfahren und wird daher nur an wenigen Krankenhäusern weltweit angeboten.

    Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, müssen den Patienten oft Teile des Pankreas entfernt werden. Dies gilt nicht nur für Tumorerkrankungen, sondern auch für die sehr schmerzhafte chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder bei zystischen Veränderungen. Häufig muss eine Resektion des Pankreaskopfs vorgenommen werden. Um zu dem erkrankten Organ vordringen zu können, musste der Operateur bisher einen relativ großen, offenen Schnitt in der Bauchdecke vornehmen.

    Nur wenige Chirurgen beherrschen die neue Methode

    Noch befindet sich die neue Technik der laparoskopischen Pankreaskopfresektion in einer frühen Entwicklungsphase. Nur wenige Chirurgen haben das Verfahren bisher durchgeführt. Einer von ihnen ist der Leitende Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg, Professor Dr. Tobias Keck: „Die Operation erfordert ein hohes Maß an laparoskopischen Fertigkeiten und langjährige Erfahrung mit der Operation von Bauchspeicheldrüsen“, so der Chirurg, der über 300 offene Pankreasresektionen vorgenommen hat.

    Bei der sogenannten Laparoskopie oder auch Schlüssellochtechnik dringt der Chirurg mit Hilfe langer starrer Endoskope durch eine kleine Öffnung in der Bauchdecke in den Bauchraum ein. Über eine Kamera, die vorn am Endoskop angebracht ist, kann der Chirurg über einen Monitor das Innere des Bauchraums einsehen. Über weitere Endoskope kann er spezielle Werkzeuge benutzen, die ihm erlauben, den Patienten ohne große Schnitte in der Bauchdecke zu operieren.

    Patienten, denen nach der neuen Methode der Pankreaskopf entfernt wurde, profitieren von ihr: „Kleine Narben, schnellere Rekonvaleszenz und weniger Schmerzen“, so fassen Professor Keck und Oberarzt PD Dr. Wojciech Karcz, Spezialist für Videochirurgie, die Vorteile gegenüber der herkömmlichen Operationstechnik zusammen. „Um diese Vorteile auch wissenschaftlich belegen zu können, führen wir am Universitätsklinikum Freiburg verschiedene Studien zur laparoskopischen Pankreaskopfresektion durch“, so die beiden Chirurgen. In der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie wurden bislang 30 Patienten mit der minimal-invasiven Technik behandelt.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Tobias Keck
    Leitender Oberarzt
    Abt. Allgemein- und Viszeralchirurgie
    Universitätsklinikum Freiburg
    Tel.: 0761 270- 23600
    E-Mail: tobias.keck@uniklinik-freiburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


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