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24.04.2012 09:00

Wer an die Einheit von Körper und Geist glaubt, lebt gesünder

Gabriele Rutzen Presse und Kommunikation
Universität zu Köln

    Wer an die Einheit von Körper und Geist glaubt, lebt gesünder
    Kölner Psychologen untersuchen Einfluss auf die Ernährung

    Menschen, die der Überzeugung sind, dass Körper und Geist unabhängig voneinander sind, kümmern sich weniger um ihre Gesundheit. Diese sogenannten Dualisten behandeln ihren Körper nur als eine Art Hülle, in welcher der Geist wohnt. Das umgekehrte Verhalten zeigt sich dagegen bei Menschen, die daran glauben, dass Geist und Körper auf denselben physikalischen Substanzen beruhen. Diese sogenannten Physikalisten sind erheblich gesundheitsbewusster. Diesen Zusammenhang haben die Kölner Sozialpsychologen Matthias Forstmann, Pascal Burgmer und Thomas Mussweiler in einer nun veröffentlichten Studie gezeigt, die sogar Auswirkungen für den Gesundheitsbereich haben könnte.

    In der Uni-Mensa wurde untersucht, welche Speisen Proband/inn/en auswählen, nachdem sie entweder einen Text über Dualismus oder einen Text über Physikalismus gelesen hatten. Proband/inn/en, die zuvor einen Text über die Trennung von Körper und Geist gelesen hatten, wählten mit größerer Wahrscheinlichkeit ungesündere Speisen aus als Probanden, die zuvor einen Text über die Einheit von Körper und Geist gelesen hatten.
    In einer der durchgeführten Studien hatten Proband/inn/en zusätzlich die Wahl zwischen verschiedenen Kochbüchern als Belohnung für ihre Versuchsteilnahme. Die Hälfte der Kochbücher stellte die Zubereitung ungesunder Speisen dar (Barbecue oder Desserts), die andere Hälfte stellte gesunde Speisen vor (vegetarische Mahlzeiten). Dualisten wählten häufiger ein ungesundes Kochbuch als Physikalisten.
    Die Forschungsergebnisse könnten Auswirkungen auf den Gesundheitsbereich haben. So könnte man beispielsweise Maßnahmen entwickeln, welche an den fundamentalen Überzeugungen zum Zusammenhang zwischen Körper und Geist ansetzen. Eine Verstärkung der Ansicht, dass der Geist aus dem Körper hervorgeht, sollte bei Risiko-Patienten dazu führen, dass diese eine positivere Einstellung gegenüber gesundheitsförderlichem Verhalten entwickeln und solches Verhalten dann auch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit umsetzen.

    Bei Rückfragen: Matthias Forstmann: 0221 / 470-8624
    Pascal Burgmer: 0221 / 470-7915

    Internet: http://social-cognition.uni-koeln.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Psychologie
    regional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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