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14.01.2013 16:38

Leipziger Medizinstudierende schneiden glänzend ab

Carsten Heckmann Pressestelle
Universität Leipzig

    Im Wintersemester 2012/13 haben an der Universität Leipzig insgesamt 394 Humanmediziner und 54 Zahnmediziner erfolgreich das Studium abgeschlossen. Im Vergleich mit allen 36 deutschen Medizinfakultäten schneiden sie im bundeseinheitlichen zweiten Staats-examen wieder glänzend ab: Mit einer Misserfolgsquote von nur 0,8 Prozent belegen sie Platz 4, der Bundesdurch-schnitt liegt bei 2,6 Prozent. Bei ihrer Exmatrikulationsfeier haben die Absolventinnen und Absolventen am Wochenende den Hippokratischen Eid abgelegt.

    Die diesjährigen Reden während der Absolventenfeier standen unter dem Eindruck der aktuellen Vorkommnisse um Organtransplantationen. Prof. Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Ausbildung in Leipzig neben dem Fachwissen auch ethische Ansprüche an Mediziner vermitteln konnte. "Was hier jüngst geschehen ist, beschämt mich und erfüllt mich mit Trauer. Seien Sie sich jederzeit Ihrer Verantwortung für die Patienten bewusst. Sie lässt sich nicht delegieren!"
    Prof. Beate Schücking, Rektorin der Universität und selbst Allgemeinmedizinerin, sagte, es handele sich um einen der schönsten Berufe und mahnte zugleich, das Heil des Kranken sollte die Maßgabe für das medizinische Handeln sein. "Man hat in unserer Gesellschaft manchmal den Eindruck, dass Gesundheit eine Ware ist und dass eine Arztpraxis mit einer Kfz-Werkstatt verwechselt wird.“ Auch wenn die Gesundheitswirtschaft inzwischen die treibende Kraft in Deutschland sei und das Gesundheitswesen mit all seinen Möglichkeiten eins der besten, sollten die Absolventinnen und Absolventen nicht den materiellen Erfolg, sondern immer das einzelne Patientenwohl im Auge behalten.
    Mit Blick auf die wiederholt hervorragenden Leipziger Examensergebnisse forderte der medizinische Studiendekan Prof. Christoph Baerwald die Zuhörer auf, auch zukünftig sowohl in der Patientenversorgung als auch in der Forschung ganz vorn mitzuwirken und dabei möglichst Sachsen treu zu bleiben. Die Absolventenvertreter stellten in ihrer Rede die problemorientierten Lernkurse als eine besonders positive Erfahrung dar und dankten den Körperspendern, die ihnen zum Studienbeginn die wichtigen Präparierkurse in der Anatomie erst ermöglichten.

    Lehrpreis 2012
    Zwei Dozenten der Medizinischen Fakultät wurden während der Exmatrikulationsfeier mit dem Lehrpreis für hervorragende Leistungen ausgezeichnet. Gestiftet vom Alumni-Verein der Medizin beruht die Wahl der Preisträger unter anderem auf Umfragen unter allen Studierenden. In diesem Ausbildungsjahrgang erhielten die Reproduktionsbiologin Dr.
    Heike Serke als Dozentin in der Vorklinik sowie der Professor für Umweltmedizin und Hygiene Olf Herbarth als Dozent im klinischen Ausbildungsabschnitt sehr viele Nennungen. Bei Dr. Serke, die seit 2007 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anatomie forscht und lehrt, würdigten die Evaluationsergebnisse vor allem außergewöhnliches Engagement und Charme, mit denen sie Begeisterung für ihr Fach vermittle. Bei Prof.
    Herbarth, der seit 1994 Ordinarius in Leipzig ist und sich in der Forschung mit umweltbedingten Erkrankungen beschäftigt, stellten die Lehrbewertungen insbesondere seine sehr anschauliche und mit Humor gewürzte Fachvermittlung heraus. Beide Preisträger waren sich einig, dass der Lehrpreis die schönste Rückmeldung ist, die Studierende geben können.

    Hintergrundinformation: Mit Stand Januar 2013 sind 2.711 Studierende der Human- und 410 der Zahnmedizin an der Leipziger Fakultät eingeschrieben. Von den insgesamt 3.121 Medizinstudierenden sind rund drei Fünftel weiblich und 235 ausländischer Herkunft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin
    regional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


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